Eine Visualisierung aus dem März 2025: Airbus hat die Details seither verändert.

Untergrenze durchbrochenAirbus plant erstmals ein Flugzeug mit nur 80 Plätzen

Airbus baut keine Flugzeuge, die für weniger als 100 Reisende geplant sind - bisher. Anpassungen an den Plänen für den Wasserstoffflieger Zero E ändern das aber nun.

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Der Airbus A220-100 kann mit maximal 135 Sitzen ausgestattet werden, eine typische Zwei-Klassen-Bestuhlung verfügt laut dem Flugzeugbauer über 100 bis 120 Plätze. Der A319 Neo bringt es auf höchstens 160 und typischerweise auf 120 bis 150 Sitze. Kleinere Flugzeuge gibt es im Angebot von Airbus derzeit nicht. Der A318, der den Spitznamen Baby-Airbus trägt, aber nicht mehr gebaut wird, fliegt nur noch bei Air France und hat dort 131 Plätze.

Das Geschäft mit kleineren Flugzeugen, die weniger als 100 Reisende fassen, ist nicht das Geschäft von Airbus. Das überlässt der Konzern unter anderem dem Regionalflugzeugbauer ATR, an dem Airbus und das italienische Unternehmen Leonardo je 50 Prozent halten.

Zero E von Airbus zu Beginn mit weniger Fluggästen und Reichweite

Doch in Zukunft soll sich das ändern - wenn Airbus Flugzeuge mit Wasserstoffantrieb baut. Als der Entwurf des Flugzeuges, das den Projektnamen Zero E trägt, im Frühjahr 2025 angepasst wurde, verlor es zwar zwei Triebwerke. Zur zuvor geplanten Fluggastzahl von 100 Passagierinnen und Passagieren gab Airbus dagegen keine Änderung bekannt.

Am Mittwoch (14. Oktober) sagte Lars Wagner, Chef von Airbus' Zivilflugzeugsparte, vor Journalistinnen und Journalisten in Toulouse: «Die Vision von Airbus ist es, ein Flugzeug für etwa 80 Fluggäste anzubieten mit einer Reichweite von rund 1000 nautischen Meilen.» Das sind 1852 Kilometer. Früher war von 1500 Seemeilen, also 2780 Kilometern, die Rede.

«Wenn wir das geschafft haben, kann es auch größer werden»

Auf Nachfrage von aeroTELEGRAPH sagte Wagner, unter Berücksichtigung physikalischer Aspekte und der mitführbaren Wasserstoffmenge seien 80 Sitze die beste Konfiguration, um ein wirtschaftlich tragfähiges Verkehrsflugzeug zu bauen. Das gelte zumindest für die erste Generation. «Wenn wir das geschafft haben, kann es auch größer werden.»

Erste Tests könnten dagegen mit einem deutlich kleineren Flugzeug stattfinden, etwa mit rund 20 Sitzen, erklärte der Manager. Daran, dass Airbus das Ganze umsetzen wird, wollte Wagner keine Zweifel aufkommen lassen und sagte: «Es wird Realität werden.»

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