Der Airbus A380 im Flightlab-Design beim tiefen Überflug: Ein Triebwerk wird ausgetauscht werden.

Testflugzeug 2-JAYNAirbus A380 präsentiert seine neue Lackierung bei tiefem Überflug - bevor er seine neue Aufgabe übernimmt

Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Im März 2013 lieferte Airbus den A380 mit der Seriennummer 114 an Malaysia Airlines aus. Es war der hundertste gebaute Superjumbo, daher erhielt er den Sticker «100th A380». Seine Betreiberin registrierte ihn unter dem Kennzeichen 9M-MNF und bot 494 Sitze in dem Flugzeug an - acht in der First Class, 66 in der Business Class und 420 in der Economy.

Er war einer von sechs A380 von Malaysia Airlines - doch zu einem Erfolg wurde das Modell bei der Fluggesellschaft nie. Daher stellte sie schon 2018 die A380-Linienflüge wieder ein und versuchte anschließend, die Riesenflieger zu verkaufen. Zwar fand sich zunächst kein Käufer, doch als Malaysia Airlines 2022 mit Airbus einen Vertrag zur Anschaffung von A330 Neo schloss, machte sie die Rücknahme der A380 durch Airbus zum Teil des Deals.

Airbus A380 flog 2025 nach Abu Dhabi und ist nun zurück

Ende 2022 wurde das Sextett im französischen Tarbes eingelagert. Doch Anfang Oktober 2025 hob die 9M-MNF überraschend wieder ab und flog nach Abu Dhabi - und zwar mit dem Kennzeichen 2-JAYN aus dem Register der Kanalinsel Guernsey, das bekannt ist für Übergangskennzeichen. Airbus erklärte gegenüber aeroTELEGRAPH damals, das Flugzeug werde zunächst im Emirat gewartet und sei später für «künftige Flugtests» vorgesehen.

Anfang April 2026 flog der Superjumbo zurück nach Tarbes, führte dort Mitte Mai einen Testflug durch und wechselte dann Mitte Juli ins irische Shannon - um am Freitag (21. August) erneut nach Tarbes zu fliegen. Dabei zeigt der Flugverlauf, dass der A380 einen kleinen Abstecher nach Toulouse machte, dort eine Schleife drehte und über dem Flughafen Toulouse-Blagnac, wo auch Airbus sitzt, auf eine Höhe von rund 200 Metern sank.

Superjumbo präsentiert seine neue Lackierung

Der Flugzeugbauer erklärte am Montag (24. August), der A380 sei «einen besonderen Low Pass» geflogen und habe dabei sein neues Design präsentiert. Dazu veröffentlichte Airbus ein Video des niedrigen Überflugs. Zu sehen ist, dass die neue Lackierung dem Airbus Flightlab gewidmet ist. Dabei handelt es sich um das Testprogramm, das neue Technologien in umgerüsteten Flugzeugen und Hubschraubern unter realen Bedingungen testet.

Das Flugzeug, das immer noch die Kennung 2-JAYN trägt, hat nun ein blaues Heck, teilweise mit orangen Streifen darauf sowie in Weiß die Wörter flightlab und lab. Die Spitze der Heckflosse ist weiß-dunkelblau gestreift. Auf den ersten Blick scheint auf dem Rumpf einfach nur groß und orange das Wort lab zu stehen. Tatsächlich steht jedoch auf dem ersten großen, orangen Buchstaben l deutlich kleiner und in Weiß das Wort flight - sodass beim genaueren Hinsehen auch dort flight lab zu sehen ist.

Airbus A380 bekommt ein Open-Fan-Triebwerk

Der Airbus A380 mit der Seriennummer 114 sei ausgewählt worden, «um das zukünftige Antriebssystem für unsere Single-Aisle-Flugzeuge der nächsten Generation zu testen», schreibt Airbus dazu. Was das bedeutet, hatte der Konzern schon im Juli zusammen mit dem Triebwerksbauer CFM International anhand eines Modells und computergenerierter Bilder gezeigt: Eines der inneren Triebwerke wird durch ein CFM-Rise-Open-Fan-Triebwerk ersetzt.

«Die Ingenieurteams von Airbus und CFM treiben die Integration von Flugzeug und Triebwerk voran und haben kürzlich die erste Überprüfung des Entwurfs für die geplanten Flugtests abgeschlossen», erklärten die Unternehmen. Auf dem Modell und den Visualisierungen war zu sehen, dass auch die Gestaltung dann wohl noch ergänzt wird um eine Abbildung des Open-Fan-Triebwerks und den Schriftzug «powering tomorrow» auf dem Rumpf des A380.

Wir lieben Flugzeuge – und guten Journalismus. Unser Team aus erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren recherchiert, prüft, erklärt. Unterstützen Sie uns für weniger als einen Cappuccino im Monat – und lesen Sie aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Jetzt hier klicken und abonnieren. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Tragflächen-Produktion bei Airbus in Broughton: Für den A321 Neo liegen viele Bestellungen vor.

Airbus investiert in ehemalige A380-Flügelfertigung, um A321-Produktion hochzufahren

Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Neuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Airbus A380 von Qantas: Nicht mehr so lange unterwegs wie gedacht.

Qantas schickt den Airbus A380 vier Jahre früher in Rente – während andere länger an ihm festhalten

Die vergessene Lampe im Flügel: Der Airbus A380 von Qantas absolvierte mit ihr zwei Flüge.

Airbus A380 von Qantas fliegt zwei Tage mit vergessener Lampe im Flügel

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil