Im März 2013 lieferte Airbus den A380 mit der Seriennummer 114 an Malaysia Airlines aus. Es war der hundertste gebaute Superjumbo, daher erhielt er den Sticker «100th A380». Seine Betreiberin registrierte ihn unter dem Kennzeichen 9M-MNF und bot 494 Sitze in dem Flugzeug an - acht in der First Class, 66 in der Business Class und 420 in der Economy.
Airbus A380 flog 2025 nach Abu Dhabi und ist nun zurück
Anfang April 2026 flog der Superjumbo zurück nach Tarbes, führte dort Mitte Mai einen Testflug durch und wechselte dann Mitte Juli ins irische Shannon - um am Freitag (21. August) erneut nach Tarbes zu fliegen. Dabei zeigt der Flugverlauf, dass der A380 einen kleinen Abstecher nach Toulouse machte, dort eine Schleife drehte und über dem Flughafen Toulouse-Blagnac, wo auch Airbus sitzt, auf eine Höhe von rund 200 Metern sank.
Superjumbo präsentiert seine neue Lackierung
Der Flugzeugbauer erklärte am Montag (24. August), der A380 sei «einen besonderen Low Pass» geflogen und habe dabei sein neues Design präsentiert. Dazu veröffentlichte Airbus ein Video des niedrigen Überflugs. Zu sehen ist, dass die neue Lackierung dem Airbus Flightlab gewidmet ist. Dabei handelt es sich um das Testprogramm, das neue Technologien in umgerüsteten Flugzeugen und Hubschraubern unter realen Bedingungen testet.
Das Flugzeug, das immer noch die Kennung 2-JAYN trägt, hat nun ein blaues Heck, teilweise mit orangen Streifen darauf sowie in Weiß die Wörter flightlab und lab. Die Spitze der Heckflosse ist weiß-dunkelblau gestreift. Auf den ersten Blick scheint auf dem Rumpf einfach nur groß und orange das Wort lab zu stehen. Tatsächlich steht jedoch auf dem ersten großen, orangen Buchstaben l deutlich kleiner und in Weiß das Wort flight - sodass beim genaueren Hinsehen auch dort flight lab zu sehen ist.
Airbus A380 bekommt ein Open-Fan-Triebwerk
Der Airbus A380 mit der Seriennummer 114 sei ausgewählt worden, «um das zukünftige Antriebssystem für unsere Single-Aisle-Flugzeuge der nächsten Generation zu testen», schreibt Airbus dazu. Was das bedeutet, hatte der Konzern schon im Juli zusammen mit dem Triebwerksbauer CFM International anhand eines Modells und computergenerierter Bilder gezeigt: Eines der inneren Triebwerke wird durch ein CFM-Rise-Open-Fan-Triebwerk ersetzt.
CFM International
«Die Ingenieurteams von Airbus und CFM treiben die Integration von Flugzeug und Triebwerk voran und haben kürzlich die erste Überprüfung des Entwurfs für die geplanten Flugtests abgeschlossen», erklärten die Unternehmen. Auf dem Modell und den Visualisierungen war zu sehen, dass auch die Gestaltung dann wohl noch ergänzt wird um eine Abbildung des Open-Fan-Triebwerks und den Schriftzug «powering tomorrow» auf dem Rumpf des A380.
Airbus
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