Der Airbus A380 mit der Seriennummer 114, noch in den Farben von Malaysia Airlines. Nun als 2-JAYN unterwegs.

Ex-Malaysia AirlinesEingemotteter Airbus A380 taucht überraschend in Abu Dhabi auf

Drei Jahre stand er still im südfranzösischen Tarbes, nun hob er plötzlich wieder ab: Ein Airbus A380 flog nach Abu Dhabi. Vieles am rätselhaften Flug bleibt vorerst unklar.

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Lange hatte Malaysia Airlines versucht, ihre seit 2018 stillgelegten Airbus A380 doch noch zur Erfolgsgeschichte zu machen. Erst hatte die Fluggesellschaft die Idee, die XL-Flugzeuge unter der Marke Amal für Pilgerflüge nach Mekka zu brauchen. Doch auch sie fruchtete nicht.

Später schrieb sie die sechs Exemplare zum Verkauf aus. Ebenfalls erfolglos. Doch am Ende wurde Malaysia Airlines trotzdem noch fündig. Als sie mit Airbus einen Vertrag zum Ersatz ihrer A330 durch A330 Neo schloss, verhandelte sie eine Klausel in den Kaufvertrag, der einen Rückkauf der A380 durch den Hersteller beinhaltete.

Mit Kennzeichen aus Guernsey nach Abu Dhabi

Das Sextett wurde im November und Dezember 2022 in Tarbes eingelagert. Und blieb untätig. Nun hat sich aber einer dieser Airbus A380 unverhofft wieder bewegt. Vergangene Woche absolvierte er einen Testflug über Südwestfrankreich. Und am Mittwoch (1. Oktober) flog das Exemplar mit der Seriennummer 114 von Südfrankreich nach Abu Dhabi.

Bei Malaysia Airlines trug der zum Leben erweckte Airbus A380 das Kennzeichen 9M-MNF, inzwischen ist er im Register der Kanalinsel Guernsey als 2-JAYN eingetragen. Als Eigentümer wird dort Airbus angegeben.

Airbus A380 ist noch etwas über 30 Millionen Dollar wert

Er ist inzwischen rund 13 Jahre alt. Er hat gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter CH Aviation weniger als 24.000 Flugstunden auf dem Buckel. Und er absolvierte weniger als 2300 Flüge. Vom ehemaligen Kaufpreis nach Liste von über 400 Millionen Dollar ist der Wert des Airbus A380 auf 31 Millionen gesunken.

Doch weshalb wurde der Airbus A380 nach Abu Dhabi geflogen und von wem? Eine Antwort auf die Frage gibt es bisher nicht. Die faktische Eigentümerin Airbus hat bis zum Erscheinen des Artikels keine Stellung genommen. Eine Möglichkeit ist, dass eine bisherige Betreiberin ihn sich geschnappt hat - sei es für Ersatzteile oder auch zur Verstärkung der eigenen Flotte. Eher unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist, dass es einen neuen (allenfalls sogar privaten) Käufer gibt, der sich einen XL-Privatjet leisten will.

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