Airbus A220-300 von Swiss: Kam noch als Bombardier C-Series CS300 an.

Triebwerke von Pratt and WhitneyFast jeder dritte Airbus A220 von Swiss muss am Boden bleiben

Nicht nur Airbus A320 Neo muss die Lufthansa-Gruppe aufgrund von Schwierigkeiten mit Pratt & Whitney-Triebwerken am Boden lassen. Bei Swiss sind die A220 noch deutlich mehr betroffen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Pratt & Whitney hat Ärger mit den PW1000G-Triebwerken - und das spürt auch die Kundschaft. Ersatzteilmangel, Lieferprobleme und zu wenig Reparaturtermine treffen viele Airlines empfindlich, darunter Lufthansa. Drei Airbus A320 Neo der deutschen Airline können nicht mehr abheben und stehen geparkt in Berlin, wie aeroTELEGRAPH zuerst berichtete.

«Ich wünschte, wir hätten nur Probleme mit den Motoren der A320», sagte Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr am Mittwoch im Gespräch mit Medienschaffenden. «Wir haben aber noch eine ganze A220-Flotte mit ähnlichen Motoren, da steht immerhin ein Drittel von am Boden in der Schweiz, deshalb auch die hohe Wet-Lease-Quote der Swiss zurzeit.»

Swiss-A220 teils seit Monaten am Boden

Die Schweizer Lufthansa-Tochter verfügt über 30 Airbus A220 - neun davon sind A220-100, 21 A220-300. Davon stehen acht derzeit am Boden, wie ein Sprecher aeroTELEGRAPH bestätigt. «Wir haben die Engpässe bezüglich Triebwerke grundsätzlich antizipiert und den Flugplan entsprechend frühzeitig angepasst, sodass wir derzeit nicht mit kurzfristigen Anpassungen rechnen», ergänzt er.

Konkret sind die acht Airbus A220 mit den Kennzeichen HB-JBA, HB-JBG, HB-JCE, HB-JCL, HB-JCP, HB-JCR, HB-JCQ und HB-JCT nicht einsatzfähig. «Wir beobachten die Situation weiterhin genau und sind diesbezüglich im engen Austausch mit Pratt & Whitney und Airbus, um die betroffenen Flugzeuge möglichst rasch wieder im gewohnten Rahmen einzusetzen», so der Sprecher von Swiss weiter. Man behelfe sich mit den Wet-Lease-Partnern Helvetic Airways und Air Baltic. «Sie helfen uns, unseren Fluggästen auch in diesem herausfordernden Umfeld einen zuverlässigen Flugbetrieb zu ermöglichen.»

«Das spüren wir auch, das spüren alle»

Detlef Kayser, Vorstandsmitglied und Flottenchef der Lufthansa-Gruppe, sagte im Gespräch mit aeroTELEGRAPH: «Was den Treibstoffverbrauch angeht, sind die Triebwerke der neuesten Generation sogar etwas besser als die offizielle Spezifikation.» Doch bei der technischen Zuverlässigkeit sehe es schlechter aus. «Das spüren wir auch, das spüren alle.»

Erst am Dienstag hatte die indische Airline Go First vorübergehend den Betrieb eingestellt und ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Als Auslöser nannte die Fluggesellschaft den Triebwerksbauer Pratt & Whitney, der nicht schnell genug A320-Neo-Triebwerke reparieren oder ersetzen könne und daher für das Grounding zu vieler Flugzeuge sorge.

Nicht zum ersten Mal Probleme mit A220-Triebwerken

Es ist nicht das erste Mal, dass Swiss Ärger mit den A220-Triebwerken hat. Im Herbst 2019 etwa berief die Airline nach mehreren Vorfällen ein Notfallkomitee ein und schickte alle A220 zur Inspektion. Tatsächlich geht die Historie der Probleme sogar zurück bis ins Jahr 2014.

Das PW1100G existiert in verschiedenen Varianten. Sie treiben Embraers E2-Jets, Airbus A220, A319 Neo, A320 Neo und A321 Neo an.

Mehr zum Thema

P&W-Triebwerk an einem A320 Neo von Lufthansa: Drei Jets stehen aktuell still.

Lufthansa parkt drei Airbus A320 Neo wegen Problemen bei Pratt and Whitney

Winglet eines Airbus A320 Neo von Go First: Zu wenige Jets in der Luft.

Airline stellt Betrieb ein - und gibt Pratt and Whitney die Schuld

Airbus A220 von Swiss: Nicht immer eine einfache Beziehung.

Swiss‘ Leidensgeschichte mit den A220-Triebwerken

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack