Bau einer Boeing 787 für Qantas: Die FAA schaut sehr genau hin.

737 Max, 787 und CoLuftfahrtbehörde FAA hält Boeing an der kurzen Leine

Die amerikanische Luftfahrtbehörde fordert von Boeing weitere Veränderungen. Die Federal Aviation Administration FAA verlängert einen Vertrag mit dem Flugzeugbauer kürzer als von diesem erhofft.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Der Aufseher geriet selbst unter Druck. Im vergangenen Dezember ermahnte der Senat der USA die nationale Luftfahrtbehörde, die Zulassung neuer Boeing-Modelle besser zu überwachen. «Die Aufsicht der Federal Aviation Administration FAA über den Zertifizierungsprozess ist erodiert», so ein Bericht des Senats. Sie habe «im Laufe der Zeit ihre Befugnisse zunehmend an Boeing und andere delegiert».

Es geht dabei um ein System namens ODA, Organization Designation Authorization. Damit delegiert die FAA Aufgaben an Mitarbeitende der Unternehmen, über die sie die Aufsicht hat. Diese Firmen stellen dafür Leute ab.

FAA verlängert nur drei Jahre mit Boeing

Boeings ODA-Vereinbarung mit der FAA läuft dieser Tage aus. Der Flugzeugbauer wollte sie um fünf Jahre verlängern. Doch die Behörde war nicht einverstanden und verlängerte nur um drei Jahre. In dieser Zeit werde man überprüfen, ob Boeing «die erforderlichen Verbesserungen vornimmt» und sicherstelle, dass «Mitarbeitende ohne Einmischung» handeln könnten, schreibt die FAA laut der Nachrichtenagentur Reuters an Boeing.

Der Hintergrund: Im Zuge der Untersuchungen zur Boeing 737 Max geriet das ODA-System erstmals in die Kritik. Im Sommer 2020 gab es dann auch in der 787-Produktion in North Charleston Verstöße. So sollen von Boeing abgestellte ODA-Mitarbeitende an Boeing-Vorgesetzte berichtete haben, die dem Programm gar nicht angehörten. Außerdem sollen leitende Boeing-Manager unangemessen Druck auf ODA-Mitarbeitende ausübt haben, die mit der Überwachung der Qualitätskontrolle bei der 787-Produktion beauftragt waren.

Viele Gelegenheiten zur Einmischung

Im Frühjahr und Sommer 2021 befragte die FAA dann ODA-Mitarbeitende und hielt fest: «Die Unternehmenskultur von Boeing scheint die Mitglieder der ODA-Einheit daran zu hindern, offen mit der FAA zu kommunizieren.» Zudem habe die Organisationsstruktur offenbar starken Einfluss darauf, wie die Mitglieder der ODA-Einheit ernannt würden und wie sie ihre Funktionen ausüben dürften. Das biete viele Gelegenheiten zur Einmischung.

Boeing erklärte damals, man nehme die Angelegenheit sehr ernst und ergreife sofort Maßnahmen. Aktuell betont der Flugzeugbauer nun, es gebe eine «transparente Zusammenarbeit mit der FAA im Rahmen detaillierter und strenger Aufsichtsprozesse».

Freigaben durch FAA-Inspektoren

Die Behörde stellt auch klar, dass sie gewisse Dinge derweil nicht aus der Hand gibt. Ihre eigenen Inspektoren und nicht Mitarbeitende von Boeing werden demnach weiterhin die abschließenden Sicherheitsfreigaben für alle Boeing 737 Max und Boeing 787 ausstellen.

Mehr zum Thema

Dreamliner-Produktion: Auf ein Problem folgt das nächste.

Übte Boeing bei Sicherheit Druck auf Mitarbeitende aus?

United Airlines erhielt im März und April 2021 von Boeing drei Boeing 787-9 mit Motoren von General Electric.

Boeing-Manager setzten 787-Kontrolleure unter Druck

Blick aus einem Dreamliner: Die FAA schaut Boeing genau auf die Finger.

US-Luftfahrtbehörde wird jeden Dreamliner einzeln prüfen

ticker-boeing-1

Erholung bei Verkehrsflugzeugen braucht länger - Boeing startet vorerst kein neues Flugzeugprogramm

Video

united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack