Bau einer Boeing 787 für Qantas: Die FAA schaut sehr genau hin.

737 Max, 787 und CoLuftfahrtbehörde FAA hält Boeing an der kurzen Leine

Die amerikanische Luftfahrtbehörde fordert von Boeing weitere Veränderungen. Die Federal Aviation Administration FAA verlängert einen Vertrag mit dem Flugzeugbauer kürzer als von diesem erhofft.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Aufseher geriet selbst unter Druck. Im vergangenen Dezember ermahnte der Senat der USA die nationale Luftfahrtbehörde, die Zulassung neuer Boeing-Modelle besser zu überwachen. «Die Aufsicht der Federal Aviation Administration FAA über den Zertifizierungsprozess ist erodiert», so ein Bericht des Senats. Sie habe «im Laufe der Zeit ihre Befugnisse zunehmend an Boeing und andere delegiert».

Es geht dabei um ein System namens ODA, Organization Designation Authorization. Damit delegiert die FAA Aufgaben an Mitarbeitende der Unternehmen, über die sie die Aufsicht hat. Diese Firmen stellen dafür Leute ab.

FAA verlängert nur drei Jahre mit Boeing

Boeings ODA-Vereinbarung mit der FAA läuft dieser Tage aus. Der Flugzeugbauer wollte sie um fünf Jahre verlängern. Doch die Behörde war nicht einverstanden und verlängerte nur um drei Jahre. In dieser Zeit werde man überprüfen, ob Boeing «die erforderlichen Verbesserungen vornimmt» und sicherstelle, dass «Mitarbeitende ohne Einmischung» handeln könnten, schreibt die FAA laut der Nachrichtenagentur Reuters an Boeing.

Der Hintergrund: Im Zuge der Untersuchungen zur Boeing 737 Max geriet das ODA-System erstmals in die Kritik. Im Sommer 2020 gab es dann auch in der 787-Produktion in North Charleston Verstöße. So sollen von Boeing abgestellte ODA-Mitarbeitende an Boeing-Vorgesetzte berichtete haben, die dem Programm gar nicht angehörten. Außerdem sollen leitende Boeing-Manager unangemessen Druck auf ODA-Mitarbeitende ausübt haben, die mit der Überwachung der Qualitätskontrolle bei der 787-Produktion beauftragt waren.

Viele Gelegenheiten zur Einmischung

Im Frühjahr und Sommer 2021 befragte die FAA dann ODA-Mitarbeitende und hielt fest: «Die Unternehmenskultur von Boeing scheint die Mitglieder der ODA-Einheit daran zu hindern, offen mit der FAA zu kommunizieren.» Zudem habe die Organisationsstruktur offenbar starken Einfluss darauf, wie die Mitglieder der ODA-Einheit ernannt würden und wie sie ihre Funktionen ausüben dürften. Das biete viele Gelegenheiten zur Einmischung.

Boeing erklärte damals, man nehme die Angelegenheit sehr ernst und ergreife sofort Maßnahmen. Aktuell betont der Flugzeugbauer nun, es gebe eine «transparente Zusammenarbeit mit der FAA im Rahmen detaillierter und strenger Aufsichtsprozesse».

Freigaben durch FAA-Inspektoren

Die Behörde stellt auch klar, dass sie gewisse Dinge derweil nicht aus der Hand gibt. Ihre eigenen Inspektoren und nicht Mitarbeitende von Boeing werden demnach weiterhin die abschließenden Sicherheitsfreigaben für alle Boeing 737 Max und Boeing 787 ausstellen.

Mehr zum Thema

Dreamliner-Produktion: Auf ein Problem folgt das nächste.

Übte Boeing bei Sicherheit Druck auf Mitarbeitende aus?

United Airlines erhielt im März und April 2021 von Boeing drei Boeing 787-9 mit Motoren von General Electric.

Boeing-Manager setzten 787-Kontrolleure unter Druck

Blick aus einem Dreamliner: Die FAA schaut Boeing genau auf die Finger.

US-Luftfahrtbehörde wird jeden Dreamliner einzeln prüfen

ticker-boeing-1

Boeing erwartet Bedarf von 2,4 Millionen neuen Luftfahrtfachkräften

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin