Dreamliner-Produktion: Auf ein Problem folgt das nächste.

FAA untersuchtÜbte Boeing bei Sicherheit Druck auf Mitarbeitende aus?

Boeing-Angestellte, die an die FAA berichten, sollen unter unangemessenem Druck vom Flugzeugbauer stehen. Die amerikanische Luftfahrtbehörde leitet deshalb eine größere Untersuchung ein.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Zuerst nahm sie eine Stichprobe. Jetzt stößt die amerikanische Luftfahrtbehörde eine größere Untersuchung an. Sie hat den Verdacht, dass auf Angestellte von Boeing, die an die Federal Aviation Administration FAA berichten, unangemessener Druck ausgeübt wird. Das geht laut den Zeitungen Wall Street Journal und The Hill aus einem Brief der FAA an den Hersteller vom 19. August hervor.

Es geht dabei um das System namens ODA, kurz für Organization Designation Authorization. Es ermöglicht der Luftfahrtbehörde, Aufgaben an Angestellte der Unternehmen zu delegieren, die sie kontrolliert. Diese Firmen stellen dafür Mitarbeiter ab, so auch Boeing.

Kritik an Unternehmenskultur

Die FAA hat zwischen Mai und Juli stichprobenartig 32 ODA-Mitarbeitende befragt. Sie kam zu dem Schluss: «Die Unternehmenskultur von Boeing scheint die Mitglieder der ODA-Einheit daran zu hindern, offen mit der Federal Aviation Administration zu kommunizieren», heißt es in dem Schreiben. «Darüber hinaus scheint die Organisationsstruktur starken Einfluss darauf zu haben, wie die Mitglieder der Einheit ernannt und geleitet werden und wie sie autorisierte Funktionen ausüben dürfen.» Das biete viel Gelegenheit zur Einmischung statt zur Unabhängigkeit.

Boeing erklärte, man nehme die Angelegenheit sehr ernst. Ein Sprecher sagte gegenüber The Hill, man ergreife sofort Maßnahmen zur Umsetzung der aktuellen FAA-Empfehlungen. «Wir wollen das Bewusstsein schärfen und die Mitarbeiter ermutigen, Fälle zu melden, in denen sie glauben, dass ein unzulässiger Druck ausgeübt wird», so der Sprecher.

ODA-Probleme bei 737 Max und 787

Das Problem ist kein neues. Im Zuge der Untersuchungen zur Boeing 737 Max geriet das ODA-System in die Kritik. Im Sommer 2020 gab es auch in der Dreamliner-Produktion in North Charleston Verstöße gegen ODA-Regeln. So sollen von Boeing abgestellte ODA-Mitarbeitende an Boeing-Vorgesetzte berichtete haben, die dem Programm gar nicht angehörten.

Außerdem sollen leitende Boeing-Manager in dem Werk unangemessen Druck auf ODA-Mitarbeitende ausübt haben, die mit der Überwachung der Qualitätskontrolle bei der Produktion des 787 Dreamliners beauftragt waren. Die Führungskräfte haben die abgestellten Mitarbeitenden demnach unter anderem zu schnelleren Freigaben gedrängt, sie schikaniert und ihnen gedroht, sie ersetzen zu lassen.

Mehr zum Thema

Kapitol in Washington: Zwei Senatoren fordern eine bessere Arbeit der FAA.

Boeing soll nicht mehr «unangemessenen Druck» ausüben

United Airlines erhielt im März und April 2021 von Boeing drei Boeing 787-9 mit Motoren von General Electric.

Boeing-Manager setzten 787-Kontrolleure unter Druck

Boeing 787 Dreamliner: Auf ein Produktionsproblem folgt das nächste.

FAA schaut Boeing bei 787 genauer auf die Finger

boeing 787 air new zealand imtow

Boeing 787-9 und -10 haben jetzt mehr Reichweite - und das ist für Boeing eine doppelt gute Nachricht

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies