Blick aus einem Dreamliner: Die FAA schaut Boeing genau auf die Finger.

Wegen ProduktionsproblemenUS-Luftfahrtbehörde wird jeden Dreamliner einzeln prüfen

Eigentlich hatte die FAA Teile der Zertifizierung an Boeing ausgelagert. Doch wegen den Problemen mit der Boeing 787 übernimmt sie nun selbst.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
.

Verkehrsleiter vom Dienst (m/w/d)

Memmingen
Feste Anstellung
Flughafen Memmingen GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das System heißt Organization Designation Authorization, kurz ODA. Es ermöglicht der Luftfahrtbehörde der USA, Aufgaben an Unternehmen zu delegieren, die sie überwacht. Genutzt wurde es unter anderem bei der Zertifizierung von Flugzeugen.

Aufmerksamkeit bekam das ODA-System, nachdem bekannt wurde, dass es bei Zertifizierung der Boeing 737 Max Probleme gab. Die Federal Aviation Administration FAA gelobte Besserung und überarbeitete die Prozesse. Doch offenbar reicht das nicht aus.

1000 fliegende Dreamliner mit Problemen

Die Behörde teilte laut einem Bericht der Seattle Times Boeing am Dienstag (15. Februar) mit, dass sie, sobald sie die Wiederaufnahme der Auslieferungen genehmigt, jeden neu gebauten Dreamliner einer Endkontrolle unterziehen wird. Erst dann wird das Lufttüchtigkeitszeugnis ausgestellt, welches das Flugzeug zur Beförderung von Passagieren zulässt.

Bei der Produktion der 787 kämpft Boeing seit geraumer Zeit mit Problemen. Ende November wurde bekannt, dass 1000 sich in Betrieb befindende Dreamliner von verschiedenen Problemen betroffen sind. Diese reichen von Verunreinigungen von Kohlefaser-Verbundmaterial, aus dem große Teile von Rumpf, Flügel und Heck hergestellt werden, über Fehler bei den Titanlegierungen bis zu Türen, die nicht funktionieren wie sie sollen.

Bereits im Frühjahr begonnen

Dass man die Zertifizierung selbst übernehme, ermögliche es, «die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bestätigen, die Boeing zur Verbesserung des 787-Fertigungsprozesses ergriffen hat», erklärte die FAA in einer Erklärung. Man werde die Ausstellung der Zertifikate so lange selbst übernehmen, bis sichergestellt sei, dass Boeing die Probleme in den Griff bekommen hat und die Liefer- und Produktionsprozesse stabil laufen, so die Luftfahrtbehörde der USA in dem Schreiben, aus dem die Seattle Times zitiert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die FAA einen ähnlichen Schritt unternommen. Im März erklärte sie, bei vier Dreamlinern die Zertifizierung selbst vorzunehmen. Bei Bedarf könne das auch bei weiteren Exemplaren erfolgen, so die Behörde schon damals  in einer Stellungnahme. Der jetzige Schritt scheint die Konsequenz davon zu sein.

Mehr zum Thema

Boeing 787 für Lufthansa: So soll der Flieger aussehen.

Muss Lufthansa noch länger auf ihre Boeing 787 warten?

Boeing 787 Dreamliner: Auf ein Produktionsproblem folgt das nächste.

1000 fliegende Dreamliner haben ein Problem

Boeing 787 von American Airlines: Die Fluggesellschaft wartet auf 13 Exemplare.

Dreamliner-Probleme bremsen Euphorie von American Airlines

Blick ins Triebwerk der Boeing 777X: Ein Blickfang.

Die Dubai Airshow 2025 in Bildern

Video

beond a319 red sea intermational airport
Der Red Sea International Airport in Saudi-Arabien hat durch Beond seine erste direkte Anbindung an Europa erhalten. Über den Flughafen sollen vor allem Luxus-Touristinnen und -Touristen ans Rote Meer reisen. Er hat einige Besonderheiten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
seattle delta alaska
Auf einer Blaubeerfarm im US-Bundesstaat Washington wurde vor zwei Wochen ein Leck an einer Pipeline entdeckt. Eine Lösung gibt es noch nicht. Und das spüren auf die Fluggesellschaften am Seattle-Tacoma International Airport.
Timo Nowack
Timo Nowack
flughafen koeln bonn vorfeld
Es sind absurde Versuche, noch ins Flugzeug zu gelangen: Am Wochenende hat es am Airport Köln/Bonn einen zweiten Vorfall gegeben, bei dem Reisende aufs Vorfeld rannten.
Timo Nowack
Timo Nowack