Begegnung von Lufthansa und Turkish Airlines: Die Beziehung liegt auf Eis.

Nun auch noch Anadolu JetDie schwierige Liaison Lufthansa – Turkish

Der angekündigte Markteintritt von Anadolu Jet in Deutschland ist nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der zerrütteten Freundschaft von Lufthansa und Turkish Airlines.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im November 2012 sah es fast schon nach baldiger Heirat aus. Und Recep Tayyip Erdogan, damals noch Premier, heute Präsident der Türkei, kündigte sie an. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm bei einem Staatsbesuch in Deutschland ein «gemeinsames Management» für Lufthansa und Turkish Airlines vorgeschlagen. Das meldete die türkische Presse damals. Schnell beeilten sich die beiden nationalen Fluggesellschaften, das Ganze als reines Gedankenspiel hinzustellen.

Ob Zeitungsente oder tatsächlich Wunsch der Regierungen – Tatsache ist, dass das Verhältnis zwischen den beiden Airlines seither nur noch schlechter wurde. Kein Wunder. Turkish Airlines wurde von einem harmlosen kleinen Partner in einem spannenden Markt zu einem immer stärker werdenden globalen Konkurrenten. Dabei hatten die beiden lange erfolgreich zusammen gearbeitet. 1989 hatten sie den gemeinsamen Ferienflieger Sun Express gegründet und laufend ausgebaut. Es war auch Lufthansa, die 2006 die Aufnahme der Türken in die Star Alliance vorantrieb.

Drehkreuz Istanbul massiv ausgebaut

Von dieser Unterstützung ist nichts mehr zu spüren.  2013 gab Lufthansa bekannt, die Codeshare-Abkommen mit Turkish Airlines per Sommer 2014 zu kündigen. Gleichzeitig erhalten Passagiere der türkischen Fluglinie im Treueprogramm Miles & More seither nicht mehr 100 Prozent gutgeschrieben, sondern nur noch 25 Prozent der geflogenen Meilen. Turkish Airlines reagierte, indem sie die Verbindungen zwischen deutschen Städten und dem Drehkreuz Istanbul massiv ausbaute.

So stiehlt Turkish Lufthansa nicht nur Passagiere im direkten Verkehr in die Türkei. Über Istanbul fliegen immer mehr deutsche Reisende auch weiter nach Asien und Afrika. Keine andere Fluggesellschaft fliegt heute mehr Länder an als Turkish Airlines.

Nun auch noch Anadolu Jet

Falls nun tatsächlich auch noch Anadolu Jet deutsche Städte anfliegen sollte, wie Turkish-Chef Temel Kotil am Mittwoch (22. Juli) ankündigte, akzentuiert sich die Scheidung. Zwar sind davon auch alle anderen Ferienflieger betroffen, die ab Deutschland fliegen. Aber für Lufthansa ist es sicherlich kein angenehmer Schritt. Stellung nehmen will man in Frankfurt nicht. Ein Sprecher sagt nur: «Wir kommentieren strategische Entscheide der Konkurrenz nicht».

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa tauscht Flugzeuge auf USA-Strecken aus

Airbus A319 von Lufthansa am BER: Die Airline fliegt von Frankfurt weniger nach Berlin.

Lufthansa kürzt auch im Winter innerdeutsche Verbindungen

allegris first class lufthansa atr 72 dat

Aus der First Class-Suite im Airbus A350 in eine ATR 72 ohne freien Nebensitz

ticker-lufthansa

Lufthansa erhält Red Dot Award für First-Class-Suite von Allegris

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil