Begegnung von Lufthansa und Turkish Airlines: Die Beziehung liegt auf Eis.

Nun auch noch Anadolu JetDie schwierige Liaison Lufthansa – Turkish

Der angekündigte Markteintritt von Anadolu Jet in Deutschland ist nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der zerrütteten Freundschaft von Lufthansa und Turkish Airlines.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Im November 2012 sah es fast schon nach baldiger Heirat aus. Und Recep Tayyip Erdogan, damals noch Premier, heute Präsident der Türkei, kündigte sie an. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm bei einem Staatsbesuch in Deutschland ein «gemeinsames Management» für Lufthansa und Turkish Airlines vorgeschlagen. Das meldete die türkische Presse damals. Schnell beeilten sich die beiden nationalen Fluggesellschaften, das Ganze als reines Gedankenspiel hinzustellen.

Ob Zeitungsente oder tatsächlich Wunsch der Regierungen – Tatsache ist, dass das Verhältnis zwischen den beiden Airlines seither nur noch schlechter wurde. Kein Wunder. Turkish Airlines wurde von einem harmlosen kleinen Partner in einem spannenden Markt zu einem immer stärker werdenden globalen Konkurrenten. Dabei hatten die beiden lange erfolgreich zusammen gearbeitet. 1989 hatten sie den gemeinsamen Ferienflieger Sun Express gegründet und laufend ausgebaut. Es war auch Lufthansa, die 2006 die Aufnahme der Türken in die Star Alliance vorantrieb.

Drehkreuz Istanbul massiv ausgebaut

Von dieser Unterstützung ist nichts mehr zu spüren.  2013 gab Lufthansa bekannt, die Codeshare-Abkommen mit Turkish Airlines per Sommer 2014 zu kündigen. Gleichzeitig erhalten Passagiere der türkischen Fluglinie im Treueprogramm Miles & More seither nicht mehr 100 Prozent gutgeschrieben, sondern nur noch 25 Prozent der geflogenen Meilen. Turkish Airlines reagierte, indem sie die Verbindungen zwischen deutschen Städten und dem Drehkreuz Istanbul massiv ausbaute.

So stiehlt Turkish Lufthansa nicht nur Passagiere im direkten Verkehr in die Türkei. Über Istanbul fliegen immer mehr deutsche Reisende auch weiter nach Asien und Afrika. Keine andere Fluggesellschaft fliegt heute mehr Länder an als Turkish Airlines.

Nun auch noch Anadolu Jet

Falls nun tatsächlich auch noch Anadolu Jet deutsche Städte anfliegen sollte, wie Turkish-Chef Temel Kotil am Mittwoch (22. Juli) ankündigte, akzentuiert sich die Scheidung. Zwar sind davon auch alle anderen Ferienflieger betroffen, die ab Deutschland fliegen. Aber für Lufthansa ist es sicherlich kein angenehmer Schritt. Stellung nehmen will man in Frankfurt nicht. Ein Sprecher sagt nur: «Wir kommentieren strategische Entscheide der Konkurrenz nicht».

Mehr zum Thema

 Flieger von Lufthansa: Die Airline will deeskalieren.

Lufthansa will den gordischen Knoten mit den Gewerkschaften lösen - mit externer Hilfe

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Bald mit neuen Tarifen?

Lufthansa denkt über Ultra-Billigtarif nach

Carolin Widmann: Jetzt darf der Kasten der Geige auch mit.

Nach Aufruhr um wertvolle Geige: Lufthansa ändert Handgepäckregeln

ticker-lufthansa

Vereinigung Cockpit startet Urabstimmung über Streik bei Lufthansa Cityline

Video

Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack