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Kopfstütze

Die Rettung für Economy-Langstreckenflüge

Eine niederländische Designerin hat eine Kopfstütze erfunden, die der Traum aller Economy-Passagiere sein dürfte. Noch ist es ein Prototyp. Doch ein prominentes Unternehmen hat daran mitgearbeitet.

Manon Kühne

Kopfstütze von Manon Kühne: Wie eine Hängematte für den Kopf.

Gerade auf dem Mittelsitz kann es manchmal ziemlich unangenehm werden, wenn es Schlafenszeit ist. Kaum jemand möchte den Kopf gerne auf die Schulter des Sitznachbarn fallen lassen – aber manchmal fällt er halt zur Seite. Industriedesignerin Manon Kühne hat nun die Lösung für dieses Problem gefunden.

Die junge Niederländerin hat eine Kopfstütze entwickelt, welche die Reise in der Economy Class für viele ein ganz kleines bisschen angenehmer machen könnte. Dafür hat sie auch einen der renommierten Crystal Cabin Awards gewonnen, die jährlich verliehen werden. Die Stütze lässt sich am Sitz anbringen und formt eine Art Mini-Hängematte, in die man den Kopf fallen lassen kann. Das ist auch bequemer, als sich mit einem kleinen Kissen oder einem Nackenkissen zu arrangieren.

Erst ein Prototyp

Ein weiterer Vorteil der Kopfstütze: Dank zweier kleiner «Wände» hat man ein bisschen mehr Privatsphäre, weil man keinen Blick auf die Sitznachbarn hat – und diese einen selbst nicht beim Schlafen zusehen können. Kühnes Ziel war, die Economy für alle angenehmer zu machen. Ihr waren zu viele der echten Innovationen auf das Publikum vorne im Flugzeug ausgerichtet – obwohl ja eben die Mehrheit hinten sitzt.

Kühne hat die Stütze gemeinsam mit der Ergonomie-Abteilung des Sitzbauers Zodiac Aerospace entwickelt. Der Bezug ist abnehmbar und waschbar und die Stütze ließe sich leicht auf jeden Sitz aufbauen. Doch noch ist sie leider nur ein Prototyp. Bis man die Stütze wirklich in Flugzeuge einbauen kann, müsste sie eine ganze Reihe Tests und Zertifizierungen durchlaufen – und Airlines müssten die Vorteile der Stütze gegen das zusätzliche Gewicht abwägen.



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