Airbus-A350-Anhänger von Delta: Die Airline bekommt noch einige der Langstreckenjets.

Zu viele LangstreckenjetsDelta lässt Latam auf A350 sitzen - und zahlt dafür

Latam wollte ihre überzähligen Airbus A350 an Delta Air Lines abtreten. Vier der Jets nimmt die Fluglinie aus den USA nun aber doch nicht. Das kostet sie Millionen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es war eine Erleichterung für Latam: Als Südamerikas größte Fluglinie im September 2019 den Einstieg von Delta Air Lines als Aktionär verkündete, gab sie auch einen Deal über 14 Airbus A350 bekannt. Der neue Investor aus den USA verpflichtete sich, Latam vier bereits ausgelieferte A350 abzukaufen und ihr Orders für zehn weitere Exemplare abzunehmen.

Seitdem hat sich durch die Corona-Krise aber vieles geändert. Delta bekommt daheim Staatshilfen, muss dafür aber Auflagen einhalten. Latam hat am 26. Mai für ihre Töchter in Chile, Ecuador, Kolumbien, Peru und den USA Gläubigerschutz beantragt. Das hat auch Folgen für die Vereinbarung der beiden Airlines über die Langstreckenflugzeuge.

Zahlung für Nicht-Abnahme

Wie Medien berichten, wird Delta Latam die vier A350 nun doch nicht abkaufen. Für den Rückzug von der Vereinbarung zahlt sie demnach umgerechnet rund 56 Millionen Dollar. Das ist deutlich weniger als der Kaufpreis für vier gebrauchte A350. Allerdings bekommt Delta nichts für ihr Geld. An einem geplanten Joint Venture mit Latam hält die nordamerikanische Fluglinie trotz des Gläubigerschutzes weiterhin fest.

Die Vereinbarung zu den zehn bestellten Flieger ist offenbar nicht betroffen von der aktuellen Änderung. Im März waren bereits vier A350-900 und sechs A350-1000 für Latam aus Airbus-Orderbuch verschwunden. Bei Delta hinzugekommen sind sie allerdings noch nicht - deren Bestellung steht weiterhin bei 25 A350-900, 13 davon bereits ausgeliefert. Latam hat nun alle 13 verbliebenen A350-900 erhalten und noch zwei A350-1000 offen.

Latam braucht nicht alle A350

Der Bedarf nach Langstreckenflugzeugen ist durch die Corona-Krise und die erwartete langsame Erholung des Fernreisemarktes stark zurückgegangen. Delta hatte erst Mitte Mai verkündet, bis Ende des Jahres ihre 18 Boeing 777 auszuflotten. Latam hatte selbst vor der Corona-Pandemie keine Verwendung für alle ihre A350.

Vier A350-900 der brasilianischen Tochter waren bis vor Kurzem an Latam-Investor Qatar Airways verleast und kehrten laut dem brasilianischen Portal Airway vergangene Woche zurück nach Brasilien. Weiter heißt es, die Gruppe werde in Kürze 19 Flugzeuge an Leasingfirmen zurückgeben, darunter auch zwei A350-900.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Latam: Bald für Qatar Airways unterwegs.

Auch Latam geht in Gläubigerschutz

1. Latam, Chile/Brasilien: 86,41 Prozent.

Latam verlässt Oneworld für Delta

Blick aus Airbus A350 von Latam: Bald ein selteneres Bild.

Delta nimmt Latam 14 ungewollte Airbus A350 ab

ticker-frankreich

Frankreich bestellt acht Airbus-Drohnen U050 Capa-X

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack