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Airlines müssen für Staatshilfe beim Flugplan tricksen

Die Fluglinien in den USA bekommen 50 Milliarden Staatshilfe, dürfen dann aber nur begrenzt Inlandsziele aus dem Flugplan streichen. Daher werden sie kreativ.

Alaska Airlines

Flieger von Alaska Airlines: Von Seattle über Dallas nach Houston.

Die Regierung der USA hilft der heimischen Luftfahrtindustrie mit Zuschüssen von 50 Milliarden Dollar durch die Corona-Krise. Die Hälfte davon fließt in Form von Zuschüssen, die nicht zurückbezahlt werden müssen. Die andere Hälfte sind günstige Kredite.

Alaska Airlines, Allegiant Air, American, Delta Air Lines, Frontier, Hawaiian, Jetblue, United Airlines, Skywest und Southwest Airlines – alle machen dabei mit. American bekommt beispielsweise 5,8 Milliarden Dollar, 4,1 Milliarden davon in der Form direkter Zuschüsse. Alaska Airlines hat 992 Millionen beantragt, 725 Millionen davon als Zuschuss. Jetblue bekommt 936 Millionen, 685 Millionen davon als direkter Zuschuss.

Flüge mit Zwischenstopp

Doch Fluggesellschaften müssen zwei Regeln befolgen. Zum einen dürfen sie in den kommenden sechs Monaten keine Angestellten entlassen oder unfreiwillig beurlauben. Außerdem ist es ihnen ohne Erlaubnis des Verkehrsministeriums nicht erlaubt, Inlandsziele aus ihrem Streckennetz zu streichen.

Da die Flugzeuge dennoch oft nur wenige Passagiere befördern, müssen sich die Fluglinien anders organisieren, um Flüge einzusparen. So stellte etwa der Luftfahrtblog One Mile at a Time fest, dass Alaska Airlines sich mit Zwischenstopps behilft. So bringt die Airline nicht mehr Passagiere mit einem Flug von Seattle nach Dallas und mit einem anderen Flug von Seattle nach Houston. Stattdessen setzt sie jetzt einen Flieger ein, der nach einem Stopp in Dallas nach Houston weiterfliegt.

«Willkommen an Bord von Delta, United und Southwest»

Zudem können Fluggesellschaften in einem bestimmten Rahmen Frequenzen reduzieren. Weiterhin ist in den Regeln von Flugzielen die Rede, nicht von bestimmten Flughäfen. Wenn eine Airline also etwa eine Stadt an der US-Westküste mit mehr als einem der drei New Yorker Flughäfen verbindet, hat sie auch hier Einsparpotenzial.

Ein Airline-Manager nannte gegenüber dem TV-Sender CNBC auch die Idee, dass Fluggesellschaften zusammenarbeiten könnten. Dafür wäre aber zuerst grünes Licht der Regierung nötig. Dann müssten auf einer Route zum Beispiel nicht United, Delta und Southwest fliegen, wenn keine Nachfrage da ist. Vielmehr könnten sie gemeinsam einen Flug anbieten, um die Verbindung von Start- und Zielort zu garantieren.



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