Drei Sterne: Künftig der Standard bei Air India.

Privatisierung aufgeschobenCrews von Air India müssen Hotelzimmer teilen

Die indische Nationalairline wird vorerst nicht privatisiert und muss sparen. Deshalb müssen die Flugbegleiter von Air India in schlechteren Hotels schlafen und Zimmer teilen.

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Der erste Versuch war ein Flop. Kein einziger Interessent gab bis Ende Mai ein Angebot für Air India ab. Danach knobelte die Regierung in Neu Delhi an einem neuen Plan, wie sie die hoch verschuldete und schwer angeschlagene Nationalairline doch noch privatisieren könnte. Dabei stand im Raum, dass Indien sogar alle Anteile abgibt und keine Sperrminorität behält.

Am Mittwoch (20. Juni) aber beschloss sie nun, die Privatisierung auf Eis zu legen. Ganz unabhängig davon muss das Management von Air India weiter sparen. Offenbar dringend. Denn wie die Zeitung Economic Times berichtet, werden für Flugbegleiter künftig nur noch Vier- und Drei-Sterne-Hotels gebucht. Früher waren fünf Sterne der Standard.

Gewerkschaften kündigen Opposition an

Das ist noch nicht alles. Auch werden sie in Zukunft zu zweit in Doppelzimmern untergebracht statt wie bis anhin ein eigenes Zimmer zu haben. Dabei werde allerdings auf die Geschlechterproblematik Rücksicht genommen, so das Star-Alliance-Mitglied. Männer und Frauen werden also nicht gemischt.

Die Maßnahme gilt ab sofort. Zuerst wird sie aber nur für Flugbegleiter umgesetzt, die ab 2017 eingestellt worden sind. Für die anderen gilt die Änderung erst später. Die Gewerkschaften haben bereits Opposition angekündigt. So zu sparen sei «unmenschlich».

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