Das Modell der Comac CE-25A: China hat einen Batterie-Vorteil.

CE-25AComac will Flugzeug mit 19 Plätzen bauen

Der chinesische Flugzeugbauer arbeitet an der Entwicklung eines Elektroflugzeuges. Chinas Position in der Batterietechnologie dürfte ein großer Vorteil für Comac sein.

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Auf den großen Luftfahrtmessen dieser Welt ist Comac stets mit einem großen Stand vertreten. Dort sind kleine Modelle von den Flugzeugen ARJ21, C929 und C919 zu sehen, manchmal auch von der Businessjet-Variante der ARJ21. Oft weisen sie transparente Teile auf, die Blicke in die Kabinen ermöglichen.

Nun sind Bilder von der China International Import Expo aufgetaucht, die im November in Shanghai stattfand. Sie zeigen ein weiteres Modell des chinesischen Flugzeugbauers. Ein bisher nicht bekanntes. Auf dem Heck und Rumpf zu lesen ist: CE-25A. Auf jeder Tragfläche sind fünf Fan-Rotoren zu sehen. Das Flugzeug hat ein T-Leitwerk.

Für Linien- und Geschäftsreiseflüge

Auf einer Infotafel vor dem Modell ist zu lesen: «Das Flugzeug CE-25A ist ein vollelektrisches Pendlerflugzeug mit 19 Sitzen, einer Reichweite von 400 bis 500 Kilometern und einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 400 Kilometer pro Stunde.» Es sei für Linienflüge, aber auch als Geschäftsreiseflugzeug geeignet.

Dass Comac einen Elektroflieger bauen will und mit einem kleinen Flugzeug anfängt, ist zwar nicht überraschend. Schon im Juli hatte ein chinesisches Nachrichtenportal berichtet, dass der Flugzeugbauer mit dem Batteriehersteller CATL zusammenarbeitet, dem Weltmarktführer für E-Auto-Batterien. Damals hieß es auch, Comacs Forschungsabteilung habe bereits mit ersten Arbeiten für das Elektroflug-Projekt begonnen.

China führend bei Batterien

Dennoch ist es überraschend, dass auf der kleinen CE-25A-Infotafel auf der Messe in Shanghai auch zu lesen war, der Flieger habe bereits einen ersten Flug als experimentelles Flugzeug absolviert. Was genau gemeint ist - ein echtes Flugzeug oder ein kleineres ferngesteuertes Modell - wird nicht erläutert.

Klar ist aber: China hat gute Voraussetzungen für die Entwicklung eines Elektrofliegers, denn das Land dominiert den Weltmarkt für Batterien. «Trotz westlicher Milliarden-Investitionen ist China so weit voraus – beim Abbau seltener Minerale, bei der Ausbildung von Ingenieuren und beim Bau riesiger Fabriken –, dass der Rest der Welt möglicherweise Jahrzehnte braucht, um aufzuholen», schrieb die Zeitung New York Times im Mai in einer ausführlichen Analyse zu Chinas Postion bei Lithium-Ionen-Batterien im E-Auto-Markt.

Heart Aerospace stockte auf 30 Plätze auf

Wie die Comac CE-25A war auch das geplante Elektroflugzeug des schwedischen Herstellers Heart Aerospace zunächst mit 19 Plätzen und rund 400 Kilometern pro Stunde als Höchstgeschwindigkeit unter dem Namen ES-19 konzipiert. Mittlerweile hat das Unternehmen aber aufgestockt und plant stattdessen die ES-30 mit 30 Sitzen. Daneben gibt es weltweit zahlreiche weitere Projekte zur Entwicklung von Elektrofliegern.

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