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City Jet könnte größter Superjet-Betreiber werden

Ursprünglich plante die irische Regionalairline sich bis zu 25 Exemplare Sukhoi Superjets anzuschaffen. Inzwischen will City Jet noch sechs Exemplare mehr – unter einer Bedingung.

Superjet International

Sukhoi Superjet: Bald schon oft in Westeuropa unterwegs.

Noch gibt es eine Hürde zu überwinden. Der Sukhoi Superjet 100 muss die Zertifizierung für London City erhalten. Der Flughafen im Osten der britischen Metropole ist wegen des steilen An- und Abflugs – eine Anforderung zur Minimierung der Lärmemissionen wegen der dichten Besiedlung in der Umgebung –  für Piloten sehr anspruchsvoll. Die Cockpitcrew, aber auch ihr Flugzeugtyp und ihre Fluggesellschaft brauchen daher eine spezielle Genehmigung, um in London City operieren zu dürfen.

Der Superjet hat diese bislang noch nicht. Dass die Zulassung kommen wird, daran zweifelt man bei City Jet nicht. «Daran wird noch gearbeitet. Die Zertifizierung ist aber wohl keine Frage des Ob, sondern des Wann», sagt Peter Oncken, der mit seiner Beteiligungs- und Beratungsfirma Intro Aviation die irische Regionalairline vergangene Woche ans Management verkaufte. City Jet bereitet sich denn auch bereits auf das neue Flugzeug vor. «Die ersten Maschinen werden zwischen Mai und Juli geliefert», so Oncken.

Erste Superjets werden ab Mai geliefert

City Jet hatte vergangenen Oktober bekanntgegeben, 15 Superjets fest zu übernehmen und sich zugleich eine Option auf 10 weitere Maschinen gesichert. Nun hat sie sogar noch mehr Lust auf den Flieger aus russischer Produktion. Sie sicherte sich kürzlich eine Option auf zusätzliche 6 Superjets. Insgesamt könnte City Jet also bis zu 31 Exemplare übernehmen. Die Flieger werden allesamt von Falko Leasing gemietet und ersetzten die heutige Flotte an Avro RJ85 und Fokker 50.

Die irische Regionalairline ist nach der Annullierung der Order durch die belgische VLM die einzige westeuropäische Fluglinie, die den Sukhoi Superjet gewählt hat. «Wir befinden uns in einer Wachstumsphase und sehen auch attraktive Chancen im Wet-Lease-Geschäft», erklärt ein Sprecher die Erhöhung der Option. Wird sie tatsächlich eingelöst , könnte City Jet zum weltweit größten Betreiber von Superjets werden, sofern andere Airlines nicht ausbauen. Derzeit besitzt Aeroflot 30, die mexikanische Interjet 27 Stück.

Bis zu sieben Superjets für Air France

Schon vergangenes Jahr kündigte City Jet an, mit zwei europäischen Fluggesellschaften in Gesprächen über Wet-Lease-Aufträge zu stehen. Eine davon ist Air France. Nachdem die Franzosen anfänglich wenig Interesse an der Durchführung von Flügen mit dem russischen Flieger zeigten, sind sie nun offenbar nicht mehr abgeneigt. «Air France zeigt sich offen. Das wird aber noch besprochen», so Oncken. Die Franzosen sind gemäß City Jet an der Miete von bis zu 7 Superjets interessiert.



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