Produktion von E-Jets von Embraer in São José dos Campos: Boeing darf noch nicht zuschlagen.

Einstweilige VerfügungBrasilianischer Richter stoppt Boeing-Embraer-Deal

Bis der neue Präsident Jair Bolsonaro sein Amt antritt, darf das Joint Venture zwischen Boeing und Embraer nicht vollzogen werden. Das hat ein Richter beschlossen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Eigentlich ist alles schon beschlossen, nur noch nicht offiziell auch vollzogen. Boeing und Embraer arbeiten bei den Zivilflugzeugen künftig zusammen. Die US-Amerikaner werden 80 Prozent des Gemeinschaftsunternehmen halten, in das die Brasilianer ihre Passagierjets einbringen. Im Verlaufe von 2019 sollte der Deal definitiv vollzogen werden. Diese Pläne hat nun ein brasilianischer Bundesrichter in São Paulo per einstweiliger Verfügung durchkreuzt.

Bis zum Antritt der neuen Regierung von Präsident Jair Bolsonaro am 1. Januar untersagte der Richter dem Aufsichtsrat von Boeing und Embraer «jegliche konkreten Schritte zur Umsetzung des Joint Ventures». Es sei angesichts des bevorstehenden Regierungswechsels nicht angezeigt, später nicht mehr umkehrbaren Schritte einzuleiten. Weiter verhandeln dürfen Boeing und Embraer jedoch.

Klage der Linken

Die einstweilige Verfügung ist Folge einer von vier Abgeordneten der Arbeiterpartei PT eingereichten Klage, welche das Joint Venture gerichtlich zu verhindern versucht. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass der ultrarechte Präsident Bolsonaro, der sich in der Stichwahl klar gegen den PT-Kandidaten durchsetzte, nach seinem Amtsantritt dem Joint Venture seinen Segen erteilen wird. Er hat sich auch schon positiv zum Deal geäußert.

Wegen der strategischen Bedeutung von Embraer und der wichtigen Rolle seiner militärischen Sparte für die brasilianische Rüstungsindustrie besitzt die Regierung eine sogenannte Goldene Aktie mit Vetorecht. Deshalb braucht es für das Joint Venture mit Boeing das Einverständnis der Regierung, auch wenn die militärische Sparte nicht Teil des Deals ist.

Mehr zum Thema

Boeing und Embraer fliegen künftig parallel.

Was hat Boeing eigentlich von Embraer?

Boeing und Embraer fliegen künftig parallel.

Aus Embraer wird Boeing

ticker-boeing-1

Boeing und Lufthansa Technik verlängern Ersatzteilvertrag

ticker-boeing-1

Boeing prognostiziert mehr als 4000 Frachtflugzeuge bis 2045

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack