Boeings Dreamliner: Kannibalisiert er die 777?

Dreamliner: Das Dilemma von Boeing

Bald will der Flugzeugbauer entscheiden, ob er die B787-10 baut. Das Problem: Der Flieger könnte einen Verkaufsschlager gefährden.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Man sei schon dabei, mögliche Designkonzepte durchzuarbeiten, sagte Boeings Zivilluftfahrtchef Jim Albaugh dem Fachportal Aviation Week. Wenn es interessierte Kunden gebe, dann stehe einer Entscheidung für die Boeing B787-10 noch bis Ende dieses Jahres nichts im Wege. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde man die Dreamliner-Langversion also bauen. Die Reichweite der 787-10 soll kleiner sein als die der 787-9, der gestreckten Version des nun erstmals ausgelieferten B787-8. Dafür soll sie 40 Passagiere mehr transportieren. Das mache sie zu einem sehr wirtschaftlichen Flugzeug, so Albaugh. Fluggesellschaften vor allem aus Europa und Asien hätten schon großes Interesse an der 787-10 gezeigt, sagte er dem Wall Street Journal.

In der Branche kommen aber längst Fragen auf, ob der lange Dreamliner nicht die Boeing 777 kannibalisieren würde. Der Langstreckenflieger ist ein Verkaufsschlager des amerikanischen Konzerns: Im vergangenen Jahr verkaufte er 200 Stück davon, insgesamt wurden schon 1000 Exemplare ausgeliefert. Albaugh widerspricht den Bedenken, dass die 787 Konkurrenz für das eigene Star-Modell werden könnte. Die beiden Flieger würden sich genügend unterscheiden. Von der B777 plant Boeing außerdem ebenfalls eine neue Version. Über die B777-9X ist noch nicht wirklich viel bekannt. Aber sie sei eine signifikante Verbesserung gegenüber der 777-300ER, die bisher größte Version des Fliegers.

Rochade bei 777- und 787-Programm

Zuständig für die Weiterentwicklung des B777-Programms wird in Zukunft Scott Fancher sein - bezeichnenderweise der alte Chef des Dreamliner-Programms. Larry Loftis, sein Vorgänger, tauscht mit ihm den Job und übernimmt bei der B787 das Steuer. Laut der Zeitung Chicago Tribune will der Flugzeugbauer so die Erfahrungen und Qualifikationen der beiden Manager optimal aufteilen. Eigentlich wollte der Flugzeugbauer bis Ende 2013 zehn Dreamliner im Monat produzieren. Momentan sind es nur 2,5, im zweiten Quartal sollen es 3,5 sein, Ende des Jahres dann schon fünf.

Doch inzwischen werden Zweifel laut, dass Boeing diesen Plan auch einhalten kann. Nach einer dreijährigen Verspätung bei der ersten Auslieferung müssen nun auch noch alle Dreamliner zur Inspektion, nachdem es Probleme mit dem Material am Rumpf der Flugzeuge gab. Um die Zweifler Lügen zu strafen soll nun der erfahrene Loftis das Programm in die Hand nehmen. Fancher soll seine Expertise in Modernisierung und Effizienzsteigerung zur Weiterentwicklung der 777 beisteuern.

Mehr zum Thema

Boeing 777 der Swiss: Hat das Modell bald standardmäßig mehr Sitze in der Kabine?

Boeing will mehr Sitze in die Triple Seven bauen

Iran: Das Land braucht bis zu 500 neue Flugzeuge.

Iranische Airlines bestellen Boeing 737 und 777

Airbus A350: Das Modell kommt bis anhin 14.350 Kilometer weit.

Kommt bald der zweistöckige Airbus A350?

Flieger von El Al: Diskriminiert die Airline?

Gebrauchte Boeing 777 im Sonderschlussverkauf

Video

amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack
Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies