Flieger von El Al: Diskriminiert die Airline?

Preise unter DruckGebrauchte Boeing 777 im Sonderschlussverkauf

Delta Air Lines kaufte eben eine gebrauchte Boeing 777-200 zu einem absoluten Schnäppchenpreis von 7,7 Millionen Dollar. Das ist für Boeing und Airbus keine frohe Kunde.

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Als Richard Anderson es das erste Mal tat, fielen die Aktienkurse von Boeing und auch Airbus umgehend. Nun gab der Vorstandsvorsitzende von Delta Air Lines noch einen drauf und tat es erneut. Und wiederum reagierte die Börse mit einem spürbaren Minus bei den Flugzeugbauern.

Beim ersten Streich hatte Anderson gesagt, er sehe eine Blase auf dem Markt für Flugzeuge. Man bekomme inzwischen gebrauchte Boeing 777-200 schon für rund 10 Millionen Dollar angeboten. «Ich hatte mich getäuscht», sagte der Delta-Lenker jetzt bei einer Investorenkonferenz in New York. «Wir haben soeben eine Absichtserklärung zum Kauf einer 777 für 7,7 Millionen Dollar unterschrieben.»

Boeing 777 billiger als Luxuswohnung in Berlin

Zum Vergleich: Fabrikneu kostet heute eine Boeing 777-200ER rund 278 Millionen. Oder anders: Eine gebrauchtes Exemplar des Langstreckenklassikers ist billiger als gewisse Auto-Oldtimer oder  Luxuswohnungen in Berlin. So hat ein Aston Martin DBR2 von 1957 einen geschätzten Wert von 7,5 Millionen und eine derzeit zum Verkauf stehende 5-Zimmer-Wohnung mit 400 Quadratmeter Fläche in Mitte kostet derzeit 8,7 Millionen Dollar.

Das ist für Boeing und Airbus ein Problem. Sie bieten inzwischen Neuversionen ihrer Kassenschlager 777 und A330 an. Beide sollen gegen Ende des Jahrzehnts herauskommen. Die Boeing 777X und der A330 Neo sind sparsamer und damit attraktiver als die alten Modelle. Diese lassen sich denn auch immer schwieriger ab Werk verkaufen. Lieber decken sich Fluggesellschaften auf dem Gebrauchtmarkt zu Tiefstpreisen ein.

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