Boeing 787 in China: Die Nachfrage bei den Fluggesellschaften ist da.

HandelskonfliktBoeing kämpft um riesigen Deal in China

Chinesische Airlines haben Interesse an rund 100 Langstreckenjets von Boeing. Der Flugzeugbauer könnte das Geld und Prestige gut gebrauchen. Doch es gibt ein Problem.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es sind harte Zeiten für Boeing. Nach den tödlichen Abstürzen von zwei 737 Max ist das Modell weltweit am Boden. Immer mehr Kunden verlangen Kompensationen und setzen Fragezeichen hinter ihre 737-Max-Bestellungen. Da ist es für den Flugzeugbauer besonders wichtig, Bestellungen für die anderen Modelle einzusammeln. Sowohl, um Einnahmen zu generieren, als auch, um etwas für das angekratzte Image zu tun.

Eine große Order für hochpreisige Langstreckenjets käme da genau richtig. Und um solch eine Bestellung kämpft Boeing zurzeit, wie Bloomberg berichtet. Dabei soll es sich laut Informanten der Nachrichtenagentur um Aufträge aus China für insgesamt rund 100 Jets handeln, sowohl Boeing 787 als auch das kommende Modell 777X, das bald zum ersten Mal fliegen soll. Besonders gehe es in den Verhandlungen um die größere Variante 777-9.

Keine Besserung im Handelskonflikt

Die 777-9 ist mit einem Listenpreis von 442,2 Millionen Dollar Boeings teuerster Passagierflieger. Insgesamt schätzt Bloomberg den Wert der potenziellen Order aus China - je nach Aufteilung der Modelle - auf rund 30 Milliarden Dollar vor den üblichen Rabatten.

Doch es gibt ein großes Problem: den Handelskonflikt zwischen den USA und China, in dem keine Besserung in Sicht ist. Ganz im Gegenteil, die Vorwürfe rund um Handel, Technologie und Rohstoffe in beide Richtungen nehmen wieder an Schärfe zu. Zuletzt drohte China, den Export Seltener Erden einzuschränken, die für die Techindustrie unverzichtbar sind.

Orders brauchen staatliche Freigabe

Das ist kein gutes Umfeld, um einen großen Flugzeugdeal abzuschließen. Besonders in China nicht, wo der Staat die Orders der Airlines freigibt und über die China Aviation Supplies Holding als Sammelbestellungen bei den Herstellern einreicht. Wo große Jet-Aufträge gerne im Rahmen von Staatsbesuchen präsentiert werden. Einigen sich US-Präsident Trump und die chinesische Regierung, wäre die Verkündung des Kaufs von 100 Langstreckenfliegern sicher das passende Beiwerk.

Aber wenn sie sich nicht einigen? Laut Bloombergs Informanten steht bisher kein Deal. Die chinesische Seite wartet, welchen Kurs ihre Regierung nun vorgibt. Boeing-Chef Dennis Mulienburg sagte Ende Mai bei einer Konferenz, man sei sehr engagiert bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Stellung nehmen zur potenziellen Riesenorder wollte der Flugzeugbauer nicht.

Wenig Transaprenz

Bei solchen Bestellungen ist zudem nie ganz klar, wie viel davon wirklich neu ist und was bereits früher bekannt war und anonymen Kunden zugeschrieben worden war. So war es zum Beispiel bei der letzten Order über 300 Jets aus China.

Mehr zum Thema

Computergrafik einer Boeing 777X: Der Jet soll Ende Juni den Erstflug absolvieren.

Boeing 777X soll Ende Juni das erste Mal fliegen

Donald Trump in China: Neue Orders sind gar nicht neu.

Boeing-Triumph in China nur Fake News?

Boeing 787-10 von Emirates: So soll sie aussehen.

Emirates-Präsident will Boeing 787-10 doch noch

ticker-boeing-1

Boeing steigert Auslieferungen im September auf Jahreshöchststand

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin