In die größere CS300 gehen 140 Passagiere. Beide Modelle gelten als extrem überlegen beim Verbrauch.

BombardierMassen-Annullierungen bei der C-Series?

Das renommierte Analysehaus Leeham sieht große Risiken bei Bombardier. Von den 194 C-Series, die in den kommenden zwei Jahren ausgeliefert werden sollen, sei die Abnahme von 78 Stück akut gefährdet.

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Im Werk in Mirabel bei Montreal gehen fast täglich Prototypen der C-Series in die Luft. Bombardier steht am Ende des intensiven Testprogramms für sein neues Flugzeugmodell. Die ersten Exemplare sollen Anfang 2016 an Erstkundin und -betreiberin Swiss ausgeliefert werden.

Der kanadische Flugzeugbauer gibt sich zuversichtlich - immerhin konnte er bei der Paris Air Show mit Leistungsdaten für die C-Series aufwarten, die deutlich besser sind als geplant. Bestellungen aber sammelte Bombardier weder in Le Bourget noch danach ein. Viele Interessenten warten wohl erst ab, wie sich das neue Flugzeug im täglichen Einsatz schlägt. Das Ziel von 300 Bestellungen bis zur ersten Auslieferung werden die Kanadier deshalb wohl verpassen. Bislang hat Bombardier 243 Maschinen verkauft. Vielleicht könnte es sogar noch schlimmer kommen, warnt das renommierte Analysehaus Leeham News.

Krise in Russland als Risikofaktor

Zwischen 2016 und 2018 plant Bombardier 194 Auslieferungen von C-Series-Fliegern. Davon seien 78 aufgrund geopolitischer oder finanzieller Probleme stark gefährdet, so Leeham. Dazu gehören etwa die Order aus Russland, wo der Streit mit dem Westen und der Einbruch des Ölpreises zu einer tiefen Wirtschaftskrise geführt hat. Ilyushin Finance (22 Stück) , sowie die ILFC-Kunden Utair (5) und Vim Airlines (5) könnten ihre Maschinen daher nicht abnehmen. Auch die Order von Iraqi Airways (5 Stück) gehört in die höchste Risikokategorie. Die Airline wurde von Schweden dieser Tage wegen mangelnder Sicherheit gesperrt. Zudem ist die Lage im Land alles andere als stabil.

Für stark gefährdet hält Leeham aber auch die Order der amerikanischen Republic Airways (35 Stück). Die Fluglinie gibt sich gerade ein neues Geschäftsmodell. Ebenso stufen die Analysten die Bestellung von Odyssey Airlines (6) als gefährdet ein - aufgrund möglicher finanzieller Engpässe bei der neuen Fluglinie. Leeham hält es daher für besser, wenn Bombardier sich nach einem neuen Großkunden umsehen würde, als einfach zu hoffen.

Bombardier sieht keine Warnzeichen

Als mittelmäßig gefährdet stuft Leeham die Order von Gulf Air (6 Exemplare), Saudi Gulf (16) - beide wegen der regionalen Konflikte - sowie von Lease Corporation International (1 Stück) – wegen neuer Strategie ein. Eine Bombardier-Sprecherin erklärte indes man habe «keine Hinweise», dass Kunden abspringen wollen. Man habe großes Vertrauen in die Kunden.

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