Superjet 100 von Rossiya: Künftig soll es feste Quoten für russische Flugzeuge bei den Airlines geben.

United Aircraft CorporationRusslands Flugzeugindustrie fordert Pflichtquote für heimische Jets

Sollten die westlichen Sanktionen gegen Russland enden, will der Chef des größten Flugzeugherstellers feste Quoten für heimische Flugzeuge einführen. Er warnt vor einem historischen Fehler.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Kürzlich wurde bekannt, dass Russland neue Regeln für die Vergabe von internationalen Streckenrechten einführt. Grundlage ist ein neues Punktesystem. Dabei spielt die Herkunft der Flotte eine wichtige Rolle. Airlines, die mehr auf Flugzeuge aus russischer Produktion setzen, werden bevorzugt. Das geht dem Chef von Russlands größtem Flugzeughersteller, der staatlichen United Aircraft Corporation (UAC) nicht weit genug.

Vadim Badekha forderte in einem Interview mit dem russischen Nachrichtenkanal RBC die Einführung einer verbindlichen Vorgabe für das Verhältnis zwischen russischen und ausländischen Flugzeugen. Laut Badekha müsse einheimische Technik uneingeschränkt Vorrang haben, berichtet der russische Telegramkanal Aviatorshina. Virulent wird die Forderung erst, wenn die westlichen Sanktionen aufgehoben würden.

Russlands Flugzeuge sind teurer

Das Problem: Russlands Flugzeuge sind teurer als die westliche Konkurrenz. Badekha räumt zwar ein, dass seine Forderung die Budgets der heimischen Airlines belasten könnte. Doch gleichzeitig gibt er sich optimistisch: Die UAC arbeite daran, die Kosten für heimische Flugzeuge deutlich zu senken. Bis 2030 werde das Unternehmen die wichtigsten Etappen zur Verbilligung der Flugzeugproduktion durchlaufen haben.

Ohne die staatliche Regulierung, an der bereits gearbeitet werden soll, könnte Russland erneut in die Abhängigkeit von Importen geraten. Statt moderne Flugzeuge zu entwickeln, würden weiterhin 20 Jahre alte Airbus-Jets gekauft, bei denen man an unbekannte Empfänger zahle und dann mit deren Mängeln kämpfe, sagt der UAC-Chef, der erst seit November 2024 an der Unternehmensspitze steht.

Autoindustrie als mahnendes Beispiel

Und er schiebt gleich noch die Autoindustrie als mahnendes Beispiel hinterher: «Genau so haben wir eine Industrie zum ersten Mal verloren, als wir kaputte ausländische Autos importierten, die zudem noch mit niedrigen Leasingraten finanziert wurden. Das Ergebnis waren zerstörte Fabriken, verlorene Kompetenzen und die Notwendigkeit, alles auf Staatskosten wieder aufzubauen».

Mehr zum Thema

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

Video

airbus a330 antarktis
Im vergangenen Dezember landete erstmals ein Airbus A330 in der Antarktis. Jetzt gibt es reichlich Einblicke ins Cockpit während dieses Fluges.
Timo Nowack
Timo Nowack
Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack