Visualisierung des Airbus A350-1000 für Turkish, hier in der Basis-Version: Jetzt will die Fluglinie auch den ULR.

Zweite Kundin nach QantasTurkish Airlines will den Airbus A350-1000 ULR

Die türkische Fluglinie möchte ab Ende 2027 ohne Stopp von Istanbul nach Sydney fliegen - und zwar mit dem Airbus A350-1000 ULR. Turkish Airlines wird damit wohl zur zweiten Betreiberin nach Qantas.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Schon seit Jahren beschäftigt sich Turkish Airlines mit der Idee, Direktflüge zwischen Istanbul und Sydney anzubieten. Allerdings sind die beiden Metropolen rund 15.000 Kilometer voneinander entfernt. Und so erklärte die Fluggesellschaft stets, dass sie erst das richtige Flugzeug für diese Strecke erhalten müsse. Auch wenn die Manager nie ein Modell nannten, lag es nah, dass der Airbus A350-900 ULR gemeint sein könnte, die Ultralangstrecken-Version des Airbus A350, die seit 2018 bei Singapore Airlines im Dienst ist.

Turkish-Airlines-Chef Murat Şeker hat im Gespräch mit dem Portal Simple Flying nun aber verraten, dass er mit einer anderen Variante plant: dem A350-1000 ULR, der gerade erst seinen Erstflug absolviert hat und dessen erste und bisher einzige bekannte Kundin Qantas ist. Laut Şeker sollen 8 der 15 von Turkish bestellten A350-1000 in der Ultralangstrecken-Variante kommen.

Turkish Airlines will ab Ende 2027 mit dem A350 ULR fliegen

Allerdings wird offenbar noch über etliche Details verhandelt. «Operativ gesehen gibt es keine Herausforderung», sagte Şeker. Aber: «Wir haben eine Herausforderung auf der geschäftlichen Seite mit den A350-1000, die speziell für diese extrem lange Strecke konzipiert werden.» Es gehe darum, einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen mit Fluggästen, Fracht, dem Gewicht des Flugzeugs und der richtigen Menge Treibstoff - und all das ohne Zwischenstopp. «Es wird also noch daran gearbeitet», so der Turkish-Chef.

Şeker nannte das Ziel, Ende 2027 Direktflüge mit dem A350-1000 ULR aufzunehmen. Dabei soll das Flugzeug ein größeres Premium-Angebot haben als die normalen A350-1000 von Turkish Airlines. Konkret sind laut dem Chef im ULR 66 Business-Class-Suiten geplant, in der herkömmlichen Variante nur 48. Der Manager bestätigte zudem, dass ein eigener Business-Class-Sitz bei der Tochtergesellschaft TCI Aircraft Interiors in Entwicklung ist.

Turkish Airlines blickt auch in Richtung Südamerika

Şeker, sagte, dass «sehr wahrscheinlich» im nächsten Jahr das erste Flugzeug diese neue Suite erhalten werde. Ab 2028 sollen dann alle zukünftigen Großraumflugzeuge damit ausgeliefert und die Boeing 777-300 ER damit nachgerüstet werden.

Zum A350-1000 ULR äußerte sich Şeker anschließend auch gegenüber der türkischen Zeitung Hürriyet. Mit diesem Flugzeug könne man nicht nur Ziele in Australien erreichen, so der Manager. «Auch Städte wie Buenos Aires, Santiago – die wir derzeit nicht nonstop anfliegen können – und Lima werden wir besser erreichen können», sagte der Turkish-Airlines-Chef.

Qantas bekommt zwölf Airbus A350-1000 ULR

Qantas soll als Erstkundin den ersten Airbus A350-1000 ULR im April 2027 erhalten. Die australische Fluggesellschaft hat zwölf der Flugzeuge in dieser Variante bestellt, hinzu kommen zwölf weitere A350-1000 in der Basis-Version. Mit dem ULR will sie Australien unter dem Namen «Project Sunrise» non-stop mit Zielen wie London und New York verbinden.

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Airbus A350-1000 von Lufthansa: Das neue Flaggschiff startet am 3. Dezember von München nach Tokio.

Lufthansa schickt Airbus A350-1000 zuerst nach Tokio

Der erste Start des ersten Airbus A350-1000 von Lufthansa: Der Flug dauerte rund dreieinhalb Stunden.

Lufthansas erster Airbus A350-1000 ist flügge

Der goldene Airbus A350-1000 von Starlux Airlines: Seit Mitte August im Liniendienst.

Goldener und silberner Airbus A350-1000 von Starlux Airlines steuern ein Ziel in Europa an

Boeing 777-9 von Lufthansa (Rendering): Die große Version der Passagiervariante der 777X.

Lufthansa plant den Sommer 2027 lieber ohne die Boeing 777X

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack