Sukhoi Superjet 100: Bald auch in Peru im Einsatz?

Skylink Airways in SüdafrikaNeue Airline will Afrikas erster Superjet-Betreiber werden

Ein Unternehmer arbeitet in Südafrika am Aufbau einer neuen Fluglinie. Sie soll mit Superjets fliegen. Das russische Modell könnte einen internationalen Erfolg gebrauchen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

International konnte Sukhois Superjet sich bisher nicht durchsetzen. Betreiber wie Brussels Airlines in Belgien und Interjet in Mexiko waren vor allem unzufrieden mit dem Service und der Ersatzteilversorgung. Die russischen Regionalflugzeuge standen zu oft und zu lange am Boden. So plante man in Russland, den Fokus vorerst auf heimische Airlines zu setzen.

Dennoch schickt sich nun ein Startup in Südafrika an, der erste Superjet-Betreiber des Kontinentes zu werden. Gründer Clarence Andrea Steyn kündigt im Gespräch mit aeroTELEGRAPH an, dass die Fluglinie Skylink Airways heißen wird und Lücken besetzten soll, welche die stark geschrumpfte South African Airways SAA hinterlässt.

Zehn Superjets und enge Bindung an Sukhoi

«Der Start ist für September 2022 geplant», sagt Steyn. «Wir werden eine Flotte von zehn Superjets aufbauen.» Die Hälfte der Flieger soll gekauft, die andere Hälfte geleast sein. Bedienen will Skylink Airways Inlandsrouten, aber auch Strecken in andere afrikanische Länder bis nach Nigeria. Auch die Inseln Mauritius, La Réunion und die Komoren hat man im Visier. Zudem will Steyn mit zwei gebrauchen Embraer E190 St. Helena ansteuern.

Der Unternehmer, der in Südafrika und Botswana nach eigenen Angaben unter anderem in der Bau-, Öl- und Safari-Reise-Branche tätig ist, plant eine «sehr enge Zusammenarbeit mit Sukhoi». So soll die neue Fluggesellschaft zwar in Kapstadt und Johannesburg beheimatet sein, aber als Dachgesellschaft auch einen Sitz in Moskau haben, «in der Nähe vom Sukhoi-Sitz». Im Juli zur russischen Luftfahrtschau MAKS werde man dort starten, kündigt Steyn an. Im November soll dann erstes Personal in Russland geschult werden.

Wartung und Ersatzteile in Südafrika geplant

«Wir werden mit rund 200 Mitarbeitern starten, aber es sollen schnell mehr werden», so Steyn. Aufgrund der vielen Stellenstreichungen bei SAA habe man schon viele Bewerber. Der Luftfahrt-Neuling sagt, er habe sowohl russische als auch südafrikanische Investoren im Rücken. Zudem wolle er Skylink Airways in Südafrika an die Börse bringen.

Der Unternehmer, der in der Branche ein unbeschriebenes Blatt ist, lobt, dass es sich beim Superjet um neue Technologie handele und nicht um ein altes, immer weiterentwickeltes Flugzeug wie die Boeing 737. Um den Problemen der bisherigen internationalen Betreiber zu entgehen, will er zusammen mit Sukhoi in Südafrika eigene Einrichtungen für Training, Wartung und Ersatzteillagerung aufbauen. Entsprechende Unterstützung vor Ort hatte Sukhoi in der Vergangenheit auch schon mit Air Serbia und Adria Airways ausgelotet. Daraus geworden ist aber nie etwas.

Langfristig auch Langstrecke als Option

Skylink-Airways-Gründer Steyn denkt auch schon über mögliche Langstreckenziele wie Australien, Dubai, Moskau und London nach. Dafür kämen Flugzeuge von Airbus in Frage.

Mehr zum Thema

Superjet in den Farben von Adria Airways: Es wird bei der Visualisierung bleiben.

Adria Airways annulliert Superjet-Bestellung

Superjet-Produktion: Neue Kunden wären sehr willkommen.

Russland will Superjet bei Air Serbia unterbringen

South African Airways verlässt Gläubigerschutzverfahren

South African Airways verlässt Gläubigerschutzverfahren

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies