Bei einer ersten Medienkonferenz erklärte NTSB-Vorstandsmitglied Thomas Chapman bereits: «Wir haben tatsächlich Hinweise darauf, dass das Flugzeug bereits in der Luft auseinandergebrochen ist, bevor es auf dem Boden aufschlug.» Denn tatsächlich haben die Ermittlerinnen und Ermittler tatsächlich etwas Entscheidendes gefunden. Der größte Teil des linken Höhenruders wurde in drei Stücken geteilt entdeckt, und zwar ziemlich weit von der Absturzstelle entfernt. Die Teile wurden zwischen 2,1 und 6,1 Kilometer von der Absturzstelle entfernt aufgelesen.
Hätte das Höhenruder des Learjet 60 überhaupt funktioniert?
Die große Entfernung ist entscheidend, weil sie nach Einschätzung der Ermittelnden zeigt, dass sich die Teile wohl bereits vor dem Aufprall vom Flugzeug gelöst hatten. Das Höhenruder befindet sich am Heck und steuert die die Neigung Flugzeugs, das Heben und Senken der Nase. Für die NTSB-Fachleute kommen zwei Szenarien in Frage. Entweder das Bauteil brach ab udn führte zum Kontrollverlust. Oder es löste sich durch die enormen Belastungen während des Absturzes.
Mit extremer Wucht aufgeschlagen
Der Businessjet schlug mit enormer Wucht nahezu senkrecht auf einer Straße auf, explodierte und hinterließ einen Krater. Alle neun Menschen an Bord kamen ums Leben.