Airbus A220 von Air Baltic: Wie viele der Jets fliegen im kommenden Sommer noch für Lufthansa Group?

Wet-LeaseFür Air Baltic wird die Luft bei der Lufthansa-Gruppe immer dünner

Air Baltic steckt in der Krise. Und ausgerechnet jetzt bleibt die größte Wet-Lease-Kundin der lettischen Fluglinie vage, was die zukünftige Zusammenarbeit angeht.

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Luftfahrt

Die weiß-grünen Airbus A220 prägten im Sommer das Bild am Zürcher Flughafen. Zehn der Flugzeuge stellte Air Baltic für die Lufthansa-Tochter Swiss zur Verfügung. Insgesamt waren sogar 20 Airbus A220-300 der lettischen Fluggesellschaft im Sommer 2026 für Swiss und die Schwestern Brussels Airlines und Austrian Airlines im Wet-Lease unterwegs.

Dann ging es bei Air Baltic bergab. Die Fluggesellschaft musste Mitte September Insolvenz nach Chapter 11 anmelden und steckt nun in einer tiefen Restrukturierung. Und jetzt bleibt auch noch die Lufthansa Group vage, was die Zusammenarbeit mit den Letten angeht.

Bisher hat keine der von aeroTELEGRAPH befragten Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe einen konkreten Einsatz der lettischen Jets für den kommenden Sommer bestätigt. Swiss erteilte Air Baltic bereits eine Absage: Nachdem im Winter 2026/27 nur noch vier Flugzeuge von Air Baltic für die schweizerische Airline fliegen, wird ab kommendem Sommer kein Airbus A220 der Fluggesellschaft mit Sitz in Riga mehr für die Schweizer abheben.

Swiss: Kein Zusammenhang mit Situation von Air Baltic

Swiss begründet das mit der verbesserten Verfügbarkeit eigener Flugzeuge und Crews. Rund sieben zusätzliche Airbus A320 könne man künftig wieder selbst betreiben. Mit der wirtschaftlichen Situation von Air Baltic habe die Entscheidung nichts zu tun, so Swiss.

Auch bei der belgischen Schwester wird Air Baltic nicht mehr eingesetzt. Brussels Airlines plant im Sommer 2027 ohne Air Baltic. In der Hochsaison im Sommer 2026 waren noch vier weiße-grüne Airbus A220 für Brussels Airlines unterwegs. Im Winter sind es nun gar keine mehr und im Sommer soll das so bleiben. Lufthansa Airlines setzte bereits im vergangenen Sommer keine Flieger von Air Baltic ein und tut das auch im Winter nicht.

Keine Details von Austrian Airlines und Lufthansa

Auch Austrian Airlines bleibt vage - wenngleich etwas positiver als die Schwestern. Sechs A220 flogen im Sommer 2026 für die Österreicher, im Winter pausieren sie die Zusammenarbeit planmäßig. Für Sommer 2027 hält sich Austrian allerdings bedeckt. Man sei weiterhin vertraglich mit Air Baltic verbunden und plane die Zusammenarbeit für die nächsten Flugplanperioden, erklärt sie. Wie viele Jet tatsächlich eingesetzt werden, lässt sie offen.

Ebenfalls vage äußert sich die Lufthansa-Gruppe insgesamt. Sie ist nicht nur mit Abstand wichtigster Partner der Letten sondern hält auch 10 Prozent an Air Baltic. Ein Sprecher des Konzerns erklärt lediglich, Air Baltic habe bestätigt, die vereinbarten Kapazitäten bereitzustellen. Man plane weiterhin die Zusammenarbeit, wolle sich zu Vertragsdetails aber nicht äußern. Dabei könnte Air Baltic genau jetzt Sicherheit brauchen. Ausgerechnet in Krisenzeiten steht ein wichtiger Teil des Wet-Lease-Geschäfts auf dem Spiel.

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