Ein Moskauer Schiedsgericht hat die Verhandlung über eine Forderung gegen die lettische Fluggesellschaft Air Baltic auf Dezember verschoben. Die russische Einlagensicherungsagentur ASV verlangt mehr als 260,8 Millionen Euro von der staatlichen Airline, wie die Nachrichtenagentur RiaA Novosti berichtet.
Die Forderung geht auf drei Kreditverträge aus dem Jahr 2011 zurück. Damals gewährte die russische Investbank der Gesellschaft Baltijas Aviacijas Sistemas (BAS) Darlehen. BAS hielt zu diesem Zeitpunkt 48 Prozent der Anteile an Air Baltic. Die Fluggesellschaft übernahm für die Kredite eine Bürgschaft.
Die Investbank ging 2013 in Konkurs. Die Einlagensicherungsagentur tritt als Insolvenzverwalterin auf und versucht nun, die Forderungen gegenüber Air Baltic durchzusetzen.
Das Gericht entsprach erneut einem Antrag der Fluggesellschaft auf Vertagung. Air Baltic will zusätzliche Beweismittel vorlegen, darunter Entscheidungen lettischer Gerichte. Eine Entscheidung über die Forderung steht damit weiterhin aus.