Swiss stemmt den nächsten Sommer ohne die Airbus A220-300 von Air Baltic. Am Dienstag (27. Oktober) kündigte die Lufthansa-Tochter an, wieder mehr Flüge mit eigenen Jets und Crews durchführen und als Wetlease-Partnerin vor allem auf Helvetic Airways zu setzen. «Die Zusammenarbeit mit Air Baltic endet mit Abschluss des Winterflugplans 2026/27».
So würden im kommenden Sommer statt 26 Jets nur noch rund 18 Flugzeuge im Wetlease für Swiss unterwegs sein. «Dazu trägt unter anderem bei, dass Swiss zusätzliche Airbus A320 wieder selbst betreiben wird», schrieb die Schweizer Fluggesellschaft.
17 Embraers von Helvetic und ein Airbus A320 von Edelweiss
Doch was bedeutet «vor allem auf Helvetic Airways», «rund 18 Flugzeuge» und «zusätzliche Airbus A320»? aeroTELEGRAPH wollte es genauer wissen und fragte bei Swiss nach.
«Für den Sommer 2027 planen wir derzeit mit rund 17 Flugzeugen unseres langjährigen Partners Helvetic Airways sowie einem Airbus A320 von Edelweiss», erklärt eine Sprecherin der Fluggesellschaft. «Bei Helvetic sind regulär 17 Flugzeuge des Typs Embraer 190/195 (E1 und E2) vorgesehen.» Je nach operativem Bedarf könne punktuell ein weiterer Jet hinzukommen. Zum Vergleich: Im Sommer 2026 waren 15 Flugzeuge von Helvetic, zehn von Air Baltic und ein Flugzeug von Edelweiss für Swiss im Einsatz.
Swiss: «Im Sommer rund sieben zusätzliche Airbus A320»
Auch zur Zahl der zusätzlichen eigenen A320 äußert sich Swiss. «Dank einer höheren Verfügbarkeit von Triebwerken und Crews können wir im kommenden Sommer rund sieben zusätzliche Airbus A320 selbst betreiben», so die Sprecherin. Was die Gesamtzahl der Flugzeuge der verschiedenen Flugzeugtypen für die Kurz- und Mittelstrecke angeht, macht die Schweizer Fluglinie aktuell noch keine verbindlichen Angaben für den Sommer 2027, da sich die Flotte derzeit durch laufende Einflottungen und Ausflottungen verändert.
Generell gehören zur Kurz- und Mittelsteckenflotte Airbus A220-100 und -300, A320-200 und A320 Neo sowie A321-100, -200 und A321 Neo. Insgesamt sind es aktuell rund 56 Jets.
Swiss will in Zürich und Genf leicht ausbauen
Der Verzicht auf Air Baltic stehe dabei nicht im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation der lettischen Fluglinie, so die Swiss-Sprecherin. «Dass wir ab Sommer 2027 keine Flugzeuge von Air Baltic mehr einsetzen werden, hat vor allem mit unserer eigenen Entwicklung zu tun.» In den vergangenen Jahren gab es laut Swiss unter anderem Engpässe bei Pratt-&-Whitney-Triebwerken, zusätzlichen Ausbildungsbedarf und knappe personelle Ressourcen im Cockpit. Nun seien mehr Triebwerke und Crews verfügbar, so dass man deutlich mehr Flüge selber durchführen und die Wetlease-Struktur vereinfachen könne.
Hinter dem Ausscheiden von Air Baltic steckt laut Swiss auch keine Schrumpfung des Sommerflugplans. «Im Sommer 2027 fliegt Swiss ab Zürich 95 Destinationen an, zwei mehr als im Sommer 2026», so die Sprecherin. «Insgesamt stehen 69 Ziele in Europa und 26 Interkontinentalziele zur Auswahl. Auch ab Genf erweitern wir unser Angebot.» Details zum kommenden Sommerflugplan ab Genf werde man im November bekannt geben.
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