Flieger von Eurowings in Düsseldorf: Die Airline stärkt den Standort massiv.

Verlegung nach DüsseldorfEurowings zieht Langstrecke aus Köln ab

Köln war die Keimzelle der Langstrecke von Eurowings. Nun wird sie aufgegeben. Die Lufthansa-Billigairline verlegt die Flüge zu fernen Ziele ganz nach Düsseldorf.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es begann ganz bescheiden. Nach dem Abbau bei Air Berlin gab Eurowings vergangenen September bekannt, künftig auch Langstreckenflüge ab Düsseldorf anzubieten. Seit November fliegt die Lufthansa-Billigairline von der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens aus nach Cancun, Punta Cana, Varadero und Puerto Plata. Zum kommenden Sommerflugplan kommen Fort Myers, New York und Miami als neue Eurowings-Strecken hinzu.

Schon im Herbst zeigte sich Eurowings interessiert, es nicht bei einem in Düsseldorf stationierten Airbus A330 bewenden zu lassen. «Voraussetzung für ein mögliches stärkeres Engagement ist aber, dass die wirtschaftlichen Konditionen des Flughafens stimmen und sich vor allem die operationellen Rahmenbedingungen nachhaltig verbessern», sagte Vorstandschef Thorsten Dirks damals. Offenbar ist der Airport ihm nun entgegengekommen. Denn Eurowings plant in DUS - so der Iata-Code - einen massiven Ausbau.

«Keine Absage an Köln»

Wie die Zeitung Express schon am Mittwochabend schrieb, macht Eurowings Düsseldorf zu ihrer einzigen Langstreckenbasis in Nordrhein-Westfalen. Ab Herbst 2018 wird sie dort gleich sieben Langstreckenflieger stationiert haben. «Das Einzugsgebiet des Flughafens Düsseldorf umfasst mehr als 18 Millionen Einwohner, es gibt kein größeres in ganz Deutschland. Damit hat der Airport großes Potenzial, gemeinsam mit Eurowings ein attraktives Langstreckennetz für Kunden zu entwickeln», bestätigte Operativchef Oliver Wagner dem Blatt.

Drei zusätzliche Langstreckenjets – drei von Brussels Airlines für Eurowings betriebene Airbus A340 – kommen schon im April 2018 nach Düsseldorf, teilte Eurowings dann am Donnerstag (1. Februar) mit. Vier weitere – dieses Mal A330 – würden im Herbst folgen. Sie kommen aus Köln, wo die Fluglinie zum Rückzug bläst. Eurowings wird damit alle Langstreckenflieger vom Airport abziehen. Man bündle die NRW-Langstrecken in Düsseldorf, so die Airline. Dort bietet Eurowings künftig bis zu 140 Langstrecken-Abflüge pro Monat.

Bald Start auch in München

Das sei aber keine Absage an die Domstadt, beeilt sich Eurowings zu betonen. Man werde drei neue Kurz- und Mittelstreckenmaschinen in Köln stationieren. «Keine andere Airline in Europa wächst zurzeit schneller, davon profitiert nicht zuletzt unsere Heimatbasis Köln/Bonn», so Wagner zum Express. «Wir bedauern, dass wir mit der Langstrecke ein attraktives Verkehrssegment im Winter verlieren, zumal dieses Produkt in Köln/Bonn aus der Taufe gehoben wurde und sich seitdem sehr erfolgreich entwickelt hat. Wir freuen uns aber auch, dass sich Eurowings klar zum Standort bekennt und künftig deutlich wachsen will» kommentierte Kölns Flughafen-Geschäftsführer Athanasios Titonis.

Neben Düsseldorf betreibt Eurowings damit nur noch eine weitere Langstreckenbasis. Im Frühjahr beginnt sie mit drei Airbus A330 in München. Sie startet von dort aus nach Bangkok, Las Vegas, Fort Myers, Windhoek, Mauritius, Varadero, Montego Bay, Puerto Plata, Cancun und Punta Cana.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

ticker-deutschland

Europäische Cockpitcrew-Vereinigung warnt Deutschland vor mehr Verkehrsrechten für Golfairlines

ticker-deutschland

Deutsche Marine verabschiedet nach 45 Jahren Westland Sea Lynx

ticker-deutschland

Bericht: Deutschland plant Strafen bei zu geringem SAF-Einsatz

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier