Boeing 767 von Austrian Airlines: Drei Exemplare sollen sowieso ausgeflottet werden.

Dreamliner als FavoritAustrian Airlines könnte schneller neue Jets bekommen

Die Krise trifft Austrian Airlines hart. Dennoch könnte gerade Corona am Ende dazu führen, dass die Lufthansa-Tochter schnell neue Langstreckenflieger bekommt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Dass diese Krise eine Schrumpfung zur Folge haben würde, das war schnell klar. Schon einen Monat nachdem sie den Betrieb wegen Corona einstellen musste, gab die österreichische Nationalairline eine Verkleinerung der Flotte bekannt. Jedes siebte Flugzeug werde stillgelegt, teilte Austrian Airlines im April mit.

Unter den Langstreckenfliegern wurden von Austrian Airlines die drei Boeing 767 OE-LAT, OE-LAW und OE-LAX für die Frührente ausgewählt. Inzwischen ist aber nicht mehr sicher, ob das ausreichen wird. Denn die Lufthansa-Gruppe hat angesichts der schwächer als erwarteten Nachfrage angedeutet, dass sie über alle ihre Töchter gesehen vielleicht mehr als die 100 Flugzeuge permanent stilllegen wird, die man bisher genannt hatte.

Selbstfinanzierung - jetzt nochmals schwieriger

Am Dienstag (15. September) erklärte Konzernchef Carsten Spohr bei einer digitalen Mitarbeiterversammlung denn auch, dass man bei Austrian Airlines die Ausflottung der Boeing 767 und 777 anschaue. Hat er sich dabei einfach versprochen oder steckt mehr dahinter? Offizielle Erklärungen dazu gibt es freilich nicht.

Aber abwegig ist die Aussage ganz und gar nicht. Denn die Ausgangslage hat sich durch die Corona-Krise völlig verändert. Vorher war die Ansage aus Frankfurt, Austrian Airlines müsse die Investition in neue Langstreckenflugzeuge selbst finanzieren können. Das war schon zu normalen Zeiten eine schwierige Aufgabe, inzwischen ist das Ziel, wenn nicht unerreichbar, so zumindest in weite Ferne gerückt.

Krise als Vorteil?

Dennoch könnte die aktuelle Krise in Sachen Langstreckenflotte am Ende sogar ein Vorteil für die österreichische Fluggesellschaft sein. Für diese These gibt es drei Argumente:

1. Austrian Airlines kann mit der Erneuerung der Langstreckenflotte nicht mehr allzu lange warten. Die sechs Boeing 777-200 sind inzwischen 20 Jahre alt, die sechs Boeing 767 sogar 25. Zudem betreibt keine andere Tochter im Konzern diese Modelle.

2. Lufthansa hat noch viele Bestellungen für Langstreckenflugzeuge offen - so für 30 Airbus A350, 20 Boeing 777X und 20 Boeing 787. Der Konzern hat klar gesagt, dass er diese verschieben, aber nicht annullieren wird. Das bedeutet, dass er in den kommenden Jahren viele neue Jets bekommen wird. Zugleich hat er bereits angedeutet, sich allenfalls noch mehr Airbus A350 zuzulegen. Einen Flugzeugmangel gibt es also nicht.

3. Die Konzernführung von Lufthansa hat sich in den Verhandlungen mit der österreichischen Regierung um Staatshilfe verpflichtet, das Drehkreuz Wien mit Langstreckenverbindungen zu erhalten. AUA wird also auch künftig Langstreckenflieger brauchen.

Dreamliner passt zu AUA und Wien

Es könnte also durchaus sein, dass Austrian Airlines früher als gedacht neue Flugzeuge bekommt. Und dabei steht der Dreamliner im Vordergrund. AUA braucht ein Flugzeug, das zur Größe ihres Drehkreuzes Wien passt. Jets mit viel mehr als 300 Sitzen kommen nicht in Frage.

Ideal für Austrian Airlines wäre daher der Dreamliner von Boeing: In einer Drei-Klassen-Konfiguration mit Business-, Premium Economy- und Economy bietet die kleinere Variante 787-8 rund 220  Passagieren Platz, die mittlere 787-9 etwa 270 und die größte 787-10 rund 310. Das passt zu Austrian Airlines und Wien.

Mehr zum Thema

Geparkte Flieger von Austrian Airlines: Nicht alle heben wieder ab.

Austrian Airlines reduziert Flotte um ein Siebtel

Flieger von Austrian Airlines: Das Geschäft lahmt.

Austrian Airlines «unter den Erwartungen»

Der Airbus A350 mit der Seriennummer 390 steht in Toulouse bereit für den letztren großen Akt, den Abnahmeflug.

Lufthansa könnte sich mehr Airbus A350 zulegen

boeing 737 max 10 island

Boeing treibt Arbeiten an neuem Flugzeugmodell voran - und das soll größer als die 737 Max werden

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack