Geparkte Flugzeuge von Lufthansa in Berlin: Die Nachfrage ist unberechenbar.

Corona-ProblemeDas Sommerhoch ist schon vorüber

Quarantänevorschriften lassen die Buchungen in Europa wieder einbrechen. Erste Airlines reduzieren deshalb ihr Angebot. Lufthansa wartet noch ab.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Juni war quasi der Monat Null nach Corona. Nachdem im April und Mai der Verkehr quasi zum Stillstand gekommen war, fuhren die europäischen Fluggesellschaften ihren Betrieb wieder hoch. Auch Eurowings, Lufthansa und Swiss holten 80 geparkte Flugzeuge zurück. Kurze Zeit später starteten Austrian Airlines und Brussels Airlines ebenfalls wieder.

Bis im Herbst wollte die Gruppe wieder 40 Prozent der normalen Kapazität anbieten. Und die ersten Signale waren durchaus positiv. Getragen von der aufgestauten Urlaubslust liefen vor allem klassische Strandziele in Griechenland, Kroatien, Spanien und Portugal überraschend gut. Auf der Kurzstrecke liege man «über Erwarten», erklärte Lufthansa-Konzernchef Carsten Spohr im Juli.

«Lage ist äußerst dynamisch»

Inzwischen verschärfen aber diverse Länder ihre Einreiseregeln selbst wieder oder sie werden wegen steigender Ansteckungszahlen von anderen Staaten auf die Sperr- oder Quarantäneliste gesetzt. Das verunsichert die Reisenden - und führt zu einer wieder sinkenden Nachfrage. «Die Lage ist und bleibt äußerst dynamisch», so ein Lufthansa-Sprecher.

Diverse Fluggesellschaften haben denn auch begonnen, ihren Flugplan wieder auszudünnen. Ryanair beispielsweise reduziert ihr Angebot im September und Oktober um 20 Prozent. Die Nachfrage habe sich «deutlich abgeschwächt», so die Billigairline. Sie macht die «anhaltende Unsicherheit über die jüngsten Covid-19-Fallzahlen in einigen EU-Ländern» dafür verantwortlich.

Bis Oktober 40 Prozent der normalen Kapazität

Finnair hat ebenfalls einen Abbau angekündigt, Air France und KLM beobachten aktuell noch die Lage. Wenn die Nachfrage schwach bleibe, passe man den Flugplan an, so die Fluggesellschaften.

Soweit will Lufthansa noch nicht gehen. Es könne jedoch passieren, «dass ein Flug aufgrund von Flug- bzw. Einreiseverboten nicht planmäßig durchgeführt werden kann», so der Sprecher. Zudem könnten «vereinzelt Flüge auch aufgrund einer extrem schwachen Buchungslage kurzfristig zusammengelegt oder annulliert» werden. Man plane aber weiterhin, bis Oktober 40 Prozent der normalen Kapazität anzubieten.

Vor einem «harten Winter»

Diese Entwicklung sagte Alexandre de Juniac bereits im Juli im Interview mit aeroTELEGRAPH voraus. «Es gibt eine aufgestaute Nachfrage nach Ferienreisen im Sommer. Sobald diese Blase platzt, steht uns ein harter Winter bevor»» sagte der Iata-Chef.

Mehr zum Thema

Platz 7: Der Chicago O'Hare International Airport mit 17.800. (2019: Platz 9; 2020: Platz 8)

Spezialrouten sollen schwaches USA-Geschäft ankurbeln

Paar in Paris: Die Heimkehr könnte für Briten teuer werden.

Preise für Flugtickets nach Hause explodieren

Ryanair baut im September Angebot wieder um ein Fünftel ab

Ryanair baut im September Angebot wieder um ein Fünftel ab

ticker-ryanair

Ryanair fliegt von Friedrichshafen nach Zadar

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack