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NigeriaBombardier Challenger 600 landet auf Straße – und startet später einfach wieder

Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.

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Beim Anflug auf den Flughafen Asaba im Bundesstaat Delta bekam die Bombardier Challenger 600 offenbar Probleme. Nach Angaben der nigerianischen Luftfahrtbehörde NCAA brach die Besatzung den Landeanflug am Mittwoch (10. Juni) gegen 7:43 Uhr morgens zunächst ab. Anschließend setzte das Flugzeug auf einer Straße in der Nähe von Ogwashi-Uku auf. Videos des Vorfalls verbreiteten sich rasch in den sozialen Medien.

An Bord des Privatjets, der auf eine Flugzeughandelsfirma in den USA eingetragen ist, befanden sich vier Besatzungsmitglieder. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Alle Insassen konnten das Flugzeug verlassen und wurden auf dem Landweg nach Asaba gebracht. Damit schien der Vorfall zunächst glimpflich ausgegangen zu sein.

Bombardier Challenger 600 hatte keine Genehmigung für Start

Doch einige Stunden später nahm die Geschichte eine überraschende Wendung. Nach Angaben der Behörde startete die Bombardier Challenger 600 mit dem Kennzeichen N989BC wieder - direkt von der Straße aus. Gegen 11:02 Uhr flog sie zurück nach Lagos. Das Problem: Die für diesen Start erforderliche Genehmigung lag offenbar nicht vor.

Besonders kritisch sieht die NCAA, dass die Flugsicherung erst informiert worden sein soll, nachdem der 38 Jahre alte Privatjet bereits wieder in der Luft war. Die Behörde spricht deshalb von einem Verstoß gegen die nigerianischen Luftfahrtvorschriften. Nach der Landung in Lagos wurde die Bombardier Challenger 600 daher umgehend stillgelegt.

Nigerianische Behörden ermitteln

Gleichzeitig suspendierte die NCAA die Betriebsgenehmigung des Betreibers. Auch die Besatzung steht nun unter behördlicher Überprüfung. Gemeinsam mit der nigerianischen Unfalluntersuchungsbehörde sowie weiteren Stellen will die Luftfahrtaufsicht klären, warum es zunächst zur Landung auf der Straße kam. Und vor allem: Weshalb die Bombardier Challenger 600 anschließend ohne Freigabe wieder startete.

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