Air France-KLM: Wir arbeiten «sehr kooperativ»
Man habe dabei klargemacht, dass Tap künftig eine «zentrale Rolle» im Konzern einnehmen könne, so Zaat. Dass das keine leeren Worte seien, unterstrich er mit einem Hinweis auf die Anwesenden auf dem Podium. Bei Air France-KLM arbeite man «sehr kooperativ» und eng mit den Fluggesellschaften zusammen. «Wie Sie sehen können, sind wir hier mit Niederländern, Kanadiern und Franzosen, alle zusammen», betonte der Finanzchef. «Letztendlich kommt es darauf an, was sie wollen, womit sie sich wohlfühlen und womit wir uns in unserem gemeinsamen Ansatz wohlfühlen», so der Finanzchef weiter.
Vorstandsvorsitzender Benjamin Smith betonte seinerseits, dass «das derzeitige Streckennetz von Tap das der Gruppe sehr gut ergänzt», insbesondere bei den Verbindungen nach Südamerika: «Ein strategischer Einstiegspunkt in Lateinamerika von der Iberischen Halbinsel aus wäre für uns ideal», erklärte er. Entscheidend seien jedoch auch Kaufpreis, Governance-Struktur und die Rolle des portugiesischen Staates.
Tap ist der letzte große Preis in Europas Konsolidierung
Lufthansa Group buhlt ebenfalls um Tap. Durch eine Kooperation mit ihr werde Lissabon als atlantisches Drehkreuz im Netzwerk Gruppe gestärkt, erklärte sie vergangenen November. «Die Konnektivität zwischen Europa und anderen Weltregionen wie Südamerika, Afrika oder Nordamerika könnte ausgebaut werden.»
Tap hat starke Position Richtung Südamerika
In der laufenden Konsolidierungswelle gilt die portugiesische Nationalairline als die letzte größere und strategisch interessante Übernahmeoption in Europa. Besonders wertvoll ist ihre starke Position im Verkehr zwischen Europa und Brasilien, dem wichtigsten Markt in Südamerika. Auf diesen Strecken kommt die portugiesische Fluggesellschaft auf einen Marktanteil von 24 Prozent – und liegt damit deutlich vor allen anderen europäischen Wettbewerbern.
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