Letzte Aktualisierung: 21:09 Uhr

Comac ARJ21

Airline setzt ganz auf chinesische Flugzeuge

China Aircraft Leasing Group kauft bis zu 60 Comac ARJ21. Die Flugzeuge gehen an eine indonesische Fluggesellschaft, die auf eine Einheitsflotte mit dem chinesischen Jet setzt.

Die private China Aircraft Leasing Group und ihr Großaktionär Friedmann Pacific Asset Management verhelfen der Commercial Aircraft Corporation of China zu einem ordentlichen Schub. An der Farnborough Air Show unterzeichneten sie einen Kaufvertrag mit dem staatlichen Flugzeugbauer über 30 Comac ARJ21-700. Zugleich sicherten sie sich eine Option auf 30 weitere Exemplare. Der Vertrag hat einen Wert nach Listenpreisen von bis zu 2,3 Milliarden Dollar.

Die ARJ21 gehen an eine nicht genannte indonesische Fluggesellschaft. Sie wird eine Einheitsflotte aufbauen, die ganz aus dem ersten in China hergestellten Jet bestehen wird. China Aircraft Leasing wird sich an der Airline beteiligen und dieser dann die Flieger vermieten.

Über 300 Bestellungen – aber keine großen Namen

Kürzlich wurde die erste Comac ARJ21  – die Abkürzung steht für Advanced Regional Jet of the 21st Century – an Erstnutzer Chengdu Airlines ausgeliefert. Das ist rund zehn Jahre später als geplant. Beim Bau des Flugzeuges wurden immer wieder Anpassungen nötig. Dadurch ging wertvolle Zeit verloren. Die ARJ21-700 bietet Platz für 78 bis 90 Passagiere. Die Reichweite beträgt 2200 Kilometer.

Ebenfalls am Dienstag (12. Juli) unterzeichnete die staatliche Leasingfirma Avic einen Kaufvertrag für 30 ARJ21. Mit den neuen Ordern kommt Comac auf 362 fest verkaufte Exemplare. Bislang fehlen dem Flieger, der als technisch nicht sehr fortschrittlich gilt, aber große Kunden.



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