Boeing 747-400 von Cargolux (Archivbild): Spekulationen um drei Jumbo-Jets.

Flüge von China nach LuxemburgMysteriöse Flüge von Boeing 747 von Cargolux - warum verschwanden sie über dem Iran?

Drei Frachtflüge von Cargolux verschwanden in den Flugverfolgungsdiensten über dem Iran. Die Boeing 747 haben weltweit Spekulationen entfacht. Doch die Antwort ist einfacher als gedacht.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Es waren wilde Spekulationen, die in den vergangenen Tagen vor allem in asiatischen, aber auch in britischen Medien die Runde machten. Unterstützen die Chinesen den Iran mit geheimen Waffenlieferungen? Fakt ist, dass die Volksrepublik ein echtes Interesse am Iran hat. Rund 43 Prozent des chinesischen Öls und Gases kommen aus dem Nahen Osten, ein großer Teil davon aus dem Iran.

Ausgangspunkt für die aktuellen Spekulationen waren drei Frachtflüge mit Boeing 747 der luxemburgischen Cargolux, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen von chinesischen Flughäfen aus starteten. Für einen dieser Flüge liegen konkrete Daten vor: Eine Boeing 747 mit der Kennung LX-VCV startete am 15. Juni unter der Flugnummer CV9736 von Zhengzhou in Richtung Luxemburg.

Spekulationen über Landung im Iran

Laut einem Bericht des The Telegraph werden solche speziell ausgerüsteten Frachtflugzeuge häufig für den Transport schwerer Militärausrüstung im Rahmen staatlicher Aufträge genutzt. Die Route führte zunächst westwärts über Nordchina, Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan: Über dem Iran verschwanden die Flugzeuge. Laut den Medien, die Flüge verfolgten, kamen sie nie in Europa an.

Interessierte, die die Flüge über Flugverfolgungsdienste, wie Flightradar24 verfolgten, warfen der Airline neben dem Transport von Kriegsgerät auch vor, den gesperrten iranischen Luftraum genutzt zu haben. Die Vorwürfe wiegen so schwer, dass die Airline mit einem Statement ihrer Website reagiert.

Cargolux reagiert mit Statement auf die Vorwürfe

Cargolux betont, dass keines ihrer Flugzeuge den iranischen Luftraum genutzt hat. Das Unternehmen setzt auf modernste Technologien, vergleichbar mit denen anderer großer Fluggesellschaften, um die genaue Position ihrer Flugzeuge jederzeit zu überwachen. «Unsere Flugverfolgungssysteme liefern Echtzeitdaten, die bestätigen, dass keiner unserer Flüge in den iranischen Luftraum eingedrungen ist. Alle gegenteiligen Behauptungen sind völlig unbegründet».

Cargolux liefert den Grund für die Annahmen gleich mit: «Diese falschen Behauptungen scheinen auf den von Flightradar 24 angezeigten Flugbahnen zu beruhen, die bei einem Signalverlust aufgrund von Störsignalen erstellt werden und nicht die tatsächliche Flugbahn des Flugzeugs widerspiegeln.»

Flightradar24 schätzt Flugwege

Auch der Flugverfolgungsdienst hat auf die Vorwürfe reagiert. Es könne sein, dass Flugzeuge in Gebieten mit gestörten Navigationssignalen ungenaue Positionsdaten übermitteln. Zudem wird die Position von Flugzeugen, die außerhalb des Abdeckungsgebiets von Flightradar fliegen, geschätzt. Dadurch könnten die Angaben auf der Internetseite ungenau sein. Die drei Flugzeuge sind alle in Luxemburg gelandet.

Mehr zum Thema

ticker-cargolux

Cargolux und Japan Airlines bauen Frachtkooperation aus

Der Moment des Unglücks: Die Air Tractor AT-802F berührte mit der rechten Tragfläche das Wasser.

Feuerlöschflugzeug von Cargolux bei Einsatz in Türkei verunglückt

ticker-cargolux

Cargolux flog 2024 einen Rekordgewinn ein

Gut zu sehen in dieser Aufnahme ist das fehelnde Fahrwerk.

Boeing-747-Piloten von Cargolux merkten nicht, dass Fahrwerk abfiel

Video

Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies