Boeing 737 Max: In China nicht mehr erwünscht.

Handelskrieg​Air India und Malaysia Airlines wollen Boeing 737 Max, die für China bestimmt waren​

Die anhaltenden Handelskonflikte zwischen den USA und China führen dazu, dass chinesische Fluggesellschaften neue Boeing 737 Max ablehnen. Andere Airlines stehen bereit, diese zu übernehmen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist weiterhin in vollem Gange. Exorbitante Zölle erschweren den gegenseitigen Handel mit Produkten - oder verunmöglichen diesen sogar. Flugzeuge des amerikanischen Herstellers Boeing dürfen chinesische Airlines aktuell nicht entgegennehmen. Darüber freuen sich andere.

Air India, seit 2022 im Besitz der Tata Group, plant laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg, Boeing 737 Max zu erwerben, die ursprünglich für chinesische Kunden vorgesehen waren. Die indische Fluggesellschaft strebt zudem an, sich zukünftige Lieferslots zu sichern, die durch Chinas Rückzug frei werden könnten. Und auch andere Airlines in Asien erhoffen sich Vorteile vom Handelskrieg der Trump-Regierung mit China.

Auch Malaysia Airlines beäugt verschmähte Boeing 737 Max

Auch der Malaysia-Airlines-Mutterkonzern Malaysia Aviation Group (MAG) führt laut der Nachrichtenagentur Reuters Gespräche mit Boeing über die Übernahme von 737 Max, die von chinesischen Fluggesellschaften abgelehnt wurden. MAG hatte im März eine Bestellung über 30 dieser Flugzeuge aufgegeben, mit Optionen für weitere 30. Durch die aktuellen Entwicklungen könnte die Auslieferung dieser Jets früher erfolgen als die ursprünglich geplanten Termine zwischen 2029 und 2030.

Die Spannungen zwischen den USA und China haben dazu geführt, dass chinesische Fluggesellschaften angewiesen wurden, Boeing-Flugzeuge und amerikanische Flugzeugteile nicht mehr anzunehmen. Infolgedessen wurden bereits erste Boeing 737 Max 8, die für chinesische Airlines wie Xiamen Airlines bestimmt waren, in die USA zurückgeführt.

Nicht alle Boeing 737 Max lassen sich einfach weiterverkaufen

Boeing muss diese bereits produzierten Flugzeuge anderweitig vermarkten. Doch auch wenn Air India und Malaysia Airlines Interesse zeigen: Ganz so einfach wird es nicht, die Jets loszuwerden. Faktoren wie vordefinierte Kabinenkonfigurationen und bereits geleistete Zahlungen erschweren es Boeing, die Flugzeuge loszuwerden. Zudem haben die USA es sich im Handelsstreit auch schon mit anderen Ländern verscherzt.

Boeing dürfte es durch die Zollpolitik von Donald Trump deutlich schwerer haben als Airbus. Nicht nur, weil der Konflikt ausgerechnet im wichtigen Markt China eskaliert. Sondern auch, weil der Flugzeugbau stark von internationalen Lieferketten abhängt. Chinesische Firmen liefern Stabilisatoren, die Turbulenzen reduzieren, Tragflächen- und Rumpfkomponenten und verschiedene Steuerungselemente. Auch aus Kanada und Mexiko kommen viele Teile, mit denen Boeing arbeitet.

Airbus betreibt Endmontage in den USA

Auch Airbus bezieht Teile aus aller Welt. Dennoch ist es gut möglich, dass der amerikanische Flugzeugbauer das größere Opfer der Zölle wird. Ein Grund ist, dass Airbus durch eine eigene Endmontage in den USA zumindest teilweise vor diesem Szenario geschützt ist. Boeing hat keine Fertigungsstätten in anderen Ländern - und das könnte angesichts hoher gegenseitiger Zölle enorm wichtig sein.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max 10 in United-Farben: Kommen die Sitze hinein oder nicht?

United Airlines hat Hunderte Business-Class-Sitze an Lager – und weiß nicht wohin damit

ticker-norwegian

Norwegian-Tochterfirmen wollen Boeing erneut wegen 737 Max verklagen

ticker-boeing-737max-8

Boeing muss Familie von Opfer des 737-Max-Absturzes von Ethiopian Airlines 29 Millionen Dollar zahlen

Erste Boeing 737 Max für Tarom: Soll bald ausgliefert werden.

Tarom zeigt ihre erste Boeing 737 Max - mit angepasstem Design

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack