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Frachter

Airbus hat ersten Kunden für den A350 F gewonnen

Jetzt ist der erste Kunde für die Frachtversion des A350 bekannt. Der war ursprünglich noch skeptisch gegenüber dem Airbus A350 F.

Airbus

Airbus A350 in den Farben von ALC: Wer fliegt künftig mit den sieben Jets?

Im Juli stellte Airbus die Pläne für eine Frachtversion des A350 vor – ohne allerdings Kunden zu präsentieren. Auch in den folgenden Monaten machte der Flugzeugbauer ein Geheimnis um mögliche Käufer und Interessenten. Im Oktober gab er dann Cargolux eine Vorschau auf das neue Modell. Die Luxemburger hatten schon 2019 Interesse am A350 F bekundet. Dennoch ist Cargolux nicht der Erstkunde des A350-Frachters.

Am Montag (15. November) stellte Airbus auf der Dubai Airshow den ersten Kunden vor: Air Lease Corporation ALC bestellt sieben Exemplare. Mit dem Auftrag unterstreiche man das Vertrauen in die Zukunft und das Wachstum des kommerziellen Luftverkehrs, so John Plueger, Chef des Leasingunternehmens. Gleichzeitig orderte er weitere 104 Airbus-Jets.

ALC war zuerst skeptisch

Plueger hat damit seine Meinung geändert. Im Juli hatte der ALC-Chef aeroTELEGRAPH noch gesagt: «Airbus ist nicht gerade für Frachter bekannt. Das war bisher nicht ihre Stärke.» Der Flugzeugbauer müsse Kunden noch von den Fähigkeiten des A350 F überzeugen.

Nun sagte Plueger, man habe in der Zwischenzeit nicht nur Details über den A350 F erfahren, sondern auch die Markteinschätzung habe sich geändert. Der ALC-Chef betonte besonders die Bedeutung des E-Commerce. Steven Udvar-Házy, Verwaltungschef von ALC, sagte, es gebe Interessenten für das Leasing der A350 F aus Europa, Nordamerika und Asien. Verhandlungen mit führenden Cargo-Airlines würden bereits laufen.

Qatar Airways als Kunde?

Auch wenn die ALC-Chefs keine Namen nannten: Ein potenzieller Leasingkunde könnte Qatar Airlines sein. Wie Cargolux zeigte die Golfairline früh Interesse an einem A350-Frachter. Allerdings liegt sie im Streit mit Airbus über Abnutzungen an Passagier-A350. Daher kommt eine eigene Order aktuell wohl kaum infrage – aber die Beschaffung über eine Leasingfirma.



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