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Lieferziel angepasst

Fertige A330 und A380 stehen bei Airbus herum

Nur dank eines Rechentricks kann der europäische Flugzeugbauer sein Lieferziel für dieses Jahr einhalten. Zudem bereiten Probleme bei zwei Langstreckenjets dem Management von Airbus Kopfweh.

Airbus

Airbus A380 von Hi Fly: Weil der Jet sich nicht mehr gut verkauft, ist er nun auf dem Second-Hand-Markt.

Guillaume Faury wird keinen einfachen Einstieg in seinen neuen Job haben. Im April übernimmt er die Führung von Airbus von Tom Enders. Ihn plagt ein Problem, dessen Lösung er selbst zu seiner Priorität ernannt hat. Wegen den Schwierigkeiten mit den Triebwerken ist Airbus bei der Lieferung von A320 Neo und nun auch von A330 Neo im Rückstand.

Beides spürt Airbus deutlich. Wie der Konzern bei der Präsentation der Quartalszahlen am Mittwoch (31. Oktober) erklärte, musste er die Lieferziele für den A330 Neo wegen «der Aussichten des Triebwerkspartners» anpassen. In der vergangenen Woche hatte Rolls-Royce das Lieferziel für Triebwerke des A330 Neo von 550 auf 500 heruntergeschraubt. Auch bei der A320-Neo-Familie ist Airbus seit längerem wegen fehlender Motoren im Rückstand.

Lieferziel weiter bei 800 – aber mit A220

Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten erst 503 Flieger ausgeliefert. Das Ziel fürs ganze Jahr sind 800. Daran halte man fest, so Airbus. Selbst wenn der Konzern das schaffen sollte – möglich wird es nur dank einem Zahlentrick. Neu rechnet er auch den A220 dazu, die ehemalige C-Series. Sie hat Airbus erst Mitte des Jahres übernommen.

Zudem erklärte Faury, man arbeite man an der Lösung, «gewisser kommerzieller Probleme» beim klassischen A330 und beim Airbus A380. Was der derzeitige Chef der Zivilflugzeugsparte damit meint: Zum einen verliert der Konzern mit gesenktem Produktionsrate Geld mit dem Superjumbo. Zudem stehen von den A380 und den A330 fertige Flieger auf dem Werksgelände herum. Der Grund:  Es gibt Diskussionen mit den Kunden.

HNA und Emirates

Bei den A330 ist der Kunde HNA. Die chinesische Gruppe hat finanzielle Probleme. Bei den A380 geht es um Emirates. Die Golfairline will offenbar die Lieferungen neu terminieren. Airbus will die Probleme bis zum Ende des Jahres lösen.



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