Gebrauchtmarkt: Die erste Airline, die den Airbus A380 aus zweiter Hand nutzt, ist die Wes-Lease-Anbieterin Hi Fly.

Bunte BemalungHi Fly über ihren A380: «Kunden stehen Schlange»

Die portugiesische Wet-Lease-Spezialistin ist sehr zuversichtlich, ihre Airbus A380 auslasten zu können. Ihrem ersten Superjumbo gibt Hi Fly ein auffälliges Kleid.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Für Hi Fly und für Airbus war es ein historischer Moment. Am Donnerstag (19. Juli) stellte die portugiesische Wet-Lease-Spezialistin bei der Luftfahrtmesse in Farnborough ihren ersten Airbus A380 vor. Sie wurde damit die 14. Betreiberin des Superjumbos. Nicht nur das ist ist den Augen von Airbus' Verkaufschef Eric Schulz ein «Meilenstein». Hi Fly ist auch die erste Fluggesellschaft, die einen Gebraucht-Superjumbo betreibt.

Für Hi-Fly-Chef Paulo Mirpuri sind Airbus A380 aus zweiter Hand ideal. Denn sie sind billiger zu haben. Dadurch habe man «den Luxus, dass wir den Flieger nicht jeden Tag in Betrieb haben müssen», erklärt er. Gleichzeitig sei der A380 auch nach zehn Jahren noch immer ein sehr modernes Flugzeug, in dem viel Technologie stecke, die auch in Airbus' modernstem Jet A350 enthalten ist.

Hohe Nachfrage

Hi Fly übernimmt die Maschine mit der Seriennummer 006, die von Singapore Airlines nach dem Ablauf des Vertrags an die Leasinggesellschaft Doric zurück gegangen war. Die Reaktion des Marktes auf das neue Angebot sei überwältigend, so Mirpuri zu aeroTELEGRAPH. «Sie stehen Schlange, um erster Kunde für unseren Airbus A380 zu werden.».

Die Nachfrage sei größer als er erwartet habe. «Leider können wir nur einem den Zuschlag geben.» Ab August soll der A380 von Hi Fly dann in Betrieb sein. Dann werde auch klar sein, welche Kundin die erste sein wird. Das bedeutet gemäß Mirpuri auch, dass der Bedarf nach weiteren Airbus A380 definitiv vorhanden ist. Hi Fly wird sich denn auch wie geplant eine weitere Maschine anschaffen. Bis «April oder Mai kommenden Jahres» werde der Superjumbo mit dem Kennzeichen 9H-MIP allerdings der einzige in der Flotte bleiben.

Auch engere Bestuhlung geplant

Der erste A380 der Portugiesen weist in einer Drei-Klassen-Konfiguration 471 Sitze auf, darunter 12 First-Class-Suiten und 68 Business-Sitze. Es ist das Konzept von Singapore Airlines. Bei den späteren Jets wird sich das ändern. «Wenn wir drei bis fünf Jahre in die Zukunft schauen, dann ist klar, dass wir auch eine engere Bestuhlung brauchen.»

Die so genannte High-Density-Variante sei für viele Kunden die Zukunft, so Mirpuri. «Der Markt will sie.» In einer Ein-Klassen-Bestuhlung kann der A380 laut Airbus maximal 853 Passagiere fassen . Hi Fly wird allerdings nicht auf eine Business Class verzichten. Ursprünglich hatte Mirpuri 560 Plätze in zwei Klassen geplant.

Bunte Lackierung

Die Bemalung des ersten A380 von Hi Fly sticht heraus. Statt des normalen, eher neutralen Erscheinungsbildes trägt er eine bunte Spezialbemalung der Mirpuri Foundation, einer von Firmenchef und -gründer Paulo Mirpuri gegründeten wohltätigen Organisation. Sie setzt sich für verschiedene Bereiche ein – in den Bereichen Umwelt und Bildung.

Die Bemalung des A380 mit dem Kennzeichen 9H-MIP widmet sich dem Thema der Zerstörung der Korallenriffe. Die eine Seite des Fliegers steht für die Hoffnung. «Not too late für Coral Reefs», steht dort, also «es ist noch nicht zu spät». Auf der anderen Seite ist die Bemalung dunkler, sie zeigt ein abgestorbenes Riff. «Coral Reefs gone by 2050» steht dort, «2050 verschwunden». Auf dem Leitwerk steht: «Which side are you on», also «Auf welcher Seite stehst Du?»

Sehen Sie sich die Lackierung des ersten Airbus A380 von Hi Fly oben in der Bildergalerie selbst an.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Neuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Airbus A380 von Qantas: Nicht mehr so lange unterwegs wie gedacht.

Qantas schickt den Airbus A380 vier Jahre früher in Rente – während andere länger an ihm festhalten

Der Airbus A380 im Flightlab-Design beim tiefen Überflug: Ein Triebwerk wird ausgetauscht werden.

Airbus A380 präsentiert seine neue Lackierung bei tiefem Überflug - bevor er seine neue Aufgabe übernimmt

Die vergessene Lampe im Flügel: Der Airbus A380 von Qantas absolvierte mit ihr zwei Flüge.

Airbus A380 von Qantas fliegt zwei Tage mit vergessener Lampe im Flügel

Video

eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F von liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des FLuges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.
Ein Drohnenalarm über Moldau bekommt durch neue Aussagen eine besondere Brisanz. Denn zur selben Zeit befand sich das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyys in der Luft.
Laura Frommberg
Laura Frommberg