Letzte Aktualisierung: um 8:32 Uhr

Dreamliner-Verspätung

Airbus A340-300 ist Lufthansas 787-Notlösung

Lufthansa hofft auf die Ankunft ihrer ersten Boeing 787 im ersten Quartal 2022. Sollten die Jets zum Sommer aber nicht da sein, müssen Vierstrahler als Übergangslösung dienen.

Lufthansa/Oliver Roesler

Airbus A340-300 von Lufthansa: Muss ran, falls die Boeing 787 später kommen.

Im August war Carsten Spohr noch optimistisch. «Ich hoffe weiterhin, sie kommt vor Weihnachten», sagte der Lufthansa-Chef damals in Bezug auf die Boeing 787 für Lufthansa. Zu den Produktionsproblemen beim Dreamliner erklärte er damals, man werde zumindest bei den ersten Flugzeugen «weniger betroffen sein als andere».

Im Oktober war dann klar: Lufthansa wird die erste Boeing 787 doch erst 2022 erhalten. Wann genau, dazu äußerte sich der Konzern nicht. Am Mittwoch (3. November) wurde Spohr nun auf eine Frage von aeroTELEGRAPH konkreter und sagte: «Die ersten Dreamliner werden aus meiner Sicht im ersten Quartal kommen.»

«Da weiß keiner Genaues»

Allerdings ist der Lufthansa-Chef durchaus vorsichtig. «Wir alle wissen, Boeing hat da große Probleme mit der Auslieferung, die auch unsere Flugzeuge betreffen», so Spohr. «Da weiß keiner Genaues.» Eine Auslieferung im ersten Quartal würde Lufthansa ausreichen, sagt der Konzernchef. «Wir hätten sie gerne im Sommer, dann brauchen wir sie.»

Boeing hat seit einem Jahr immer neue Produktionsprobleme mit der 787. Die Hoffnung des Flugzeugbauers, die Auslieferungen im Oktober 2021 wieder aufnehmen zu können, erfüllten sich nicht. Stattdessen drosselte er die Produktion auf nur noch zwei Dreamliner pro Monat und erklärte, man konzentriere sich «auf die Durchführung von Inspektionen und Nacharbeiten» und berate sich mit der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA über erforderliche Maßnahmen zur Wiederaufnahme der Auslieferungen.

Airbus A340-300 müssten öfter fliegen

Lufthansa-Chef Spohr hat für den Fall der Fälle eine Notlösung parat. Wenn man die ersten Boeing 787 zum Sommer doch nicht bekomme, «dann setzen wir Airbus A340-300 ein, das ist unsere Reserveflotte», so Spohr. Die Vierstrahler müssten dann häufiger fliegen. Aktiv sind alle 17 Airbus A340-300 von Lufthansa schon jetzt wieder.

Die Lufthansa-Gruppe hat 25 Boeing 787-9 geordert. Die fünf zuletzt bestellten Exemplare kommen zuerst, da es sich um Flieger handelt, die andere Kunden bestellt, aber nicht abgenommen haben. Sie gehen an Lufthansa selber und sollen alle 2022 eintreffen. Ein Teil der weiteren 20 Dreamliner könnte womöglich an Austrian Airlines gehen.



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