Dreamliner-Produktion: Aktuell nur zwei pro Monat.

Probleme mit 787-LangstreckenjetsBoeing produziert nur noch zwei Dreamliner pro Monat

Immer neue Probleme mit der Boeing 787 sorgen beim Flugzeugbauer für hohe Kosten. Hoffnungen, dass die Auslieferungen bald wieder beginnen, dürften enttäuscht werden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

So richtig bekommt Boeing die Probleme mit der 787 nicht in den Griff. Seit über einem Jahr kommen immer wieder neue Mängel ans Licht, die der US-Flugzeugbauer beseitigen muss. Zuletzt gab es Schwierigkeiten mit Titanbauteilen eines italienischen Zulieferers. Wegen der Pechsträhne wurden im laufenden Jahr lediglich im Frühjahr 14 Boeing 787 ausgeliefert. Und es sieht nicht so aus, als würden die Auslieferungen bald wieder aufgenommen.

Nur zwei Dreamliner im Monat produziert Boeing aktuell. Das teilte der Konzern anlässlich der Bekanntgabe des Quartalsergebnisses mit. Bislang hatte es nur geheißen, dass der monatliche Output bei «unter fünf» liege. Boeing konzentriert laut der Mitteilung die «787-Produktionsressourcen weiterhin auf die Durchführung von Inspektionen und Nacharbeiten und führt weiterhin detaillierte Gespräche mit der FAA über die erforderlichen Maßnahmen zur Wiederaufnahme der Auslieferungen.»

Auch Lufthansa wartet

Bis es soweit sei, bleibe die Rate bei zwei Flugzeugen pro Monat, danach werde man sich langsam wieder der fünf annähern. Noch im September hatte man spekuliert, dass die Auslieferungen des Langstreckenjets bereits Ende Oktober wieder anfangen könnten. Boeings Aussagen deuten allerdings darauf hin, dass es noch länger dauern dürfte.

Davon betroffen ist auch die Lufthansa. Eigentlich hatte sich Konzernchef Carsten Spohr gewünscht, den ersten der neuen Jets noch im Dezember in Empfang zu nehmen. Doch daraus wird nichts. Vergangene Woche teilte die Airline mit, dass sie ihre erste Boeing 787-9 erst im kommenden Jahr in Empfang nehmen wird. Ein genaues Datum nennt die Fluggesellschaft nicht.

Eine Milliarde an Kosten

Auch finanziell sind die Dreamliner-Probleme für Boeing eine Belastung. Nachdem bereits das Grounding der Boeing 737 Max und verschiedene Entschädigungszahlungen immer noch für hohe Kosten sorgen, wird nun auch die 787 zur Last. Eine Milliarde Dollar an außerordentlichen Kosten kalkuliert das Unternehmen aktuell für die Probleme ein.

Mehr zum Thema

Boeing rutscht zurück in die Verlustzone

Boeing rutscht zurück in die Verlustzone

Lufthansa erste Boeing 787-9: Erhält das Kennzeichen D-ABPA.

Lufthansa startet erst 2022 ins Dreamliner-Zeitalter

Dreamliner-Produktion: Auf ein Problem folgt das nächste.

Boeing wusste seit März von problemhaften Titanbauteilen

Dreamliner-Produktion: Da lief etwas schief.

Dreamliner hat jetzt auch Nasenschmerzen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier