Boeng 787-8 von Air India: Die Fluggesellschaft modernisiert ihre Flotte und baut sie aus.

Airbus A350, Boeing 787 und 777Air India vor Monsterorder bei Airbus und Boeing

Jetzt scheint es endlich so weit zu sein. Die indische Fluggesellschaft steht kurz vor einer Bestellung historischen Ausmaßes. Air India will demnach rund 500 Airbus- und Boeing-Jets.

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Die indische Nationalairline erfindet sich gerade neu. Jahrzehntelang schrieb sie Verluste, der Ruf wurde immer schlechter. Im Januar übernahm der Mischkonzern Tata Air India. Er versucht seither unter neuem Management alles wieder geradezurücken.

Air India nimmt seither neue Strecken auf, der Service wird neu definiert und die Flugzeuge bekommen neue Kabinen und erstmals eine Premium Economy Class. Aber vor allem will Air India auch neue Flugzeuge. Seit Längerem wird über eine große Bestellung der Fluggesellschaft spekuliert. Jetzt scheint es bald so weit zu sein.

100 Milliarden nach Listenpreisen

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, könnte Air India noch dieses Jahr sowohl Airbus als auch Boeing ziemlich glücklich machen. Die Fluglinie stehe kurz vor einer Bestellung von rund 500 Flugzeugen. Die Order soll laut dem Bericht bis zu 400 Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge und 100 oder mehr Langstreckenflugzeuge umfassen.

Unter anderem gehe es um Airbus A350, Boeing 787 und 777. Gerade sei man dabei, der Bestellung den letzten Schliff zu verleihen, so Reuters. Ein solcher Auftrag könnte zu Listenpreisen, einschließlich aller Optionen, die Summe von 100 Milliarden Dollar übersteigen und wäre damit einer der volumenmäßig größten Aufträge einer einzelnen Fluggesellschaft überhaupt sein.

A321 Neo war schon ein Thema

Selbst nach den in der Branche üblichen Rabatten wäre die Order wohl noch Dutzende Milliarden wert. Schon seit Monaten raunt man in der Branche über eine solche Bestellung. Doch bislang ließ sich die Airline Zeit. Jetzt scheint die Entscheidung so gut wie gefallen zu sein.

Profitieren könnte Air India unter anderem davon, dass Airbus einige A350-Produktionsslots verfügbar hat. Denn die russische Nationalairline Aeroflot hatte Langstreckenjets bestellt. Die darf Airbus aber aufgrund der westlichen Sanktionen nicht ausliefern. Im Sommer hatte es geheißen, Air India würde auch A321 Neo bestellen.

Zusammenschluss mit Vistara

Erst Ende November war bekannt geworden, dass Air India durch den Zusammenschluss mit der Konkurrentin Vistara um 54 Flugzeuge wachsen wird. Sie integriert ihre andere indische Airline. Die Eingliederung soll im März 2024 abgeschlossen sein, sofern alle Behörden den Plan absegnen. Die Marke Vistara wird dadurch nach etwas mehr als zehn Jahren wieder vom Markt verschwinden.

Vistara war ein Joint Venture von Tata und Singapore Airlines. Dem Zusammenschluss hat Singapore Airlines bereits zugestimmt, die 49 Prozent von Vistara hält. Sie wird im Rahmen einer Kapitalerhöhung sogar umgerechnet 248 Millionen Euro in Air India investieren. Danach hält die Nationalairline des Stadtstaates 25,1 Prozent an der indischen Nationalairline.

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Timo Nowack
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guayaquil airbus a350 iberia
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Timo Nowack
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Stefan Eiselin
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