Sitzgurt: Vistara geht in Air India auf.

Vistara verschwindetSingapore Airlines steigt bei Air India ein

Die neue Eigentümerin Tata Sons legt ihre indischen Fluggesellschaften zusammen. Die Marke Vistara verschwindet dabei. Und Singapore Airlines wird Großaktionärin von Air India.

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Der 27. Januar war für Air India eine Zeitenwende. Nach 69 Jahren in staatlichem Besitz wurde die Fluggesellschaft privatisiert. Der indische Mischkonzern Tata Sons, der einen Umsatz von umgerechnet 116 Milliarden Euro erzielt und 935.000 Mitarbeitende beschäftigt, übernahm die Anteile.

Seither versucht Tata, die durch Jahre der staatlichen Misswirtschaft heruntergewirtschaftete Nationalairline Indiens auf Vordermann zu bringen. Das Ziel ist es, einen Marktanteil von 30 Prozent zu erreichen. Aktuell kommt Star-Alliance-Mitglied Air India hinter Indigo und Vistara auf rund acht Prozent im Inland. Im internationalen Geschäft erreicht sie rund zwölf Prozent.

Eingliederung bis 2024

Ein wichtiger Schritt wird seit Längerem erwartet, die Erneuerung der Flotte. Air India stand gemäß Berichten im Sommer kurz davor, nicht nur 50 A350 kaufen, sondern auch mehr als 100 A321 Neo. Inzwischen heißt es wieder, die Führung spreche nicht mehr nur mit Airbus über eine große Bestellung, sondern auch mit Boeing. Die Amerikaner bieten 777X, 787 und 737 Max an.

Doch zuerst macht die neue Eigentümerin einen strukturellen Schritt. Sie integriert ihre andere indische Airline in Air India. Die Eingliederung von Vistara mit ihren 54 Flugzeugen soll im März 2024 abgeschlossen sein, sofern alle Behörden den Plan absegnen. Die Marke Vistara wird dadurch nach etwas mehr als zehn Jahren wieder vom Markt verschwinden.

Air India soll Weltklasse-Airline werden

Dem Plan von Tata Sons hat Singapore Airlines bereits zugestimmt, die 49 Prozent von Vistara hält. Sie wird im Rahmen einer Kapitalerhöhung sogar 21 Milliarden Rupien oder umgerechnet 248 Millionen Euro in Air India investieren. Danach hält die Nationalairline des Stadtstaates 25,1 Prozent an der indischen Nationalairline.

Die vereinigte Fluggesellschaft wird  einer Flotte von 218 Flugzeugen besitzen. «Der Zusammenschluss ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, Air India zu einer echten Weltklasse-Airline zu machen», kommentiert Tata-Chef N Chandrasekaran.

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