Boeing 757 von United Airlines in San Francisco: Solch ein Jet landete mit zwei Verletzten.

Warnung vor Kollision Zwei Verletzte nach Ausweichmanöver einer Boeing 757 von United im Flug

Aufgrund einer Kollisionswarnung musste die Crew einer Boeing 757 von United schnell reagieren. Zwei nicht angeschnallte Reisende kamen nach der Landung ins Krankenhaus.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das TCAS ist so etwas wie der letzte Schutz vor Kollisionen in der Luft. Wenn aus irgendeinem Grund die Flugsicherung und die anderen Systeme ein anderes Flugobjekt nicht bemerken, warnt das Traffic Alert and Collision Avoidance System - so der ausgeschriebene Name - die Crew vor einem möglichen Zusammenstoß. Moderne Systeme geben dazu auch Empfehlungen, wie man diesen vermeiden kann.

Auf einem Flug von United Airlines hat das System sich vergangenen Donnerstag (19. September) gemeldet - und die Reaktion der Crew sorgte offenbar für derart heftige Bewegungen, dass sich zwei Personen im Flugzeug verletzten. Geschehen ist das laut der Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration FAA im Luftraum von Oakland in Kalifornien.

Verlangsamt, um auszuweichen

United-Flug UA2428 war aus New York unterwegs nach San Francisco. Die Boeing 757 befand sich laut einer Stellungnahme der Fluggesellschaft gegenüber der Zeitung Washington Post bereits im Sinkflug. Dann habe die Crew die Geschwindigkeit reduziert, um einem Flugzeug auszuweichen, das in niedriger Höhe unterwegs war.

Die Anschnallzeichen waren bereits an, zwei Menschen waren aber dennoch nicht angeschnallt, einer davon befand sich nicht im Sitz. Beide wurden bei dem Vorfall verletzt. Laut dem auf Zwischenfälle spezialisierten Portal Aviation Herald erlitt eine der Personen schwere, die andere leichte Verletzungen. Beide wurden nach der Landung in ein Krankenhaus gebracht.

United bedankt sich bei der Crew

Die FAA ermittelt in dem Fall und stuft ihn als Unfall ein. Dennoch sei der Mindestabstand der beiden Flieger nicht unterschritten worden. Welches andere Flugzeug in den Zwischenfall involviert war, ist nicht bekannt. «Wir sind unserer Crew dankbar für ihre Bemühungen, die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und Kunden zu gewährleisten», so United Airlines.

In den letzten Monaten kam es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen in den USA, bei denen sich Flugzeuge bei Start und Landung oder beim Rollen gefährlich nah kamen. Das System der Flugsicherung im Land leidet unter Personalmangel und gleichzeitigem Anstieg des Flugaufkommens. Das führt dazu, dass das Personal, welches im Einsatz ist, oft übermüdet und überfordert ist.

Immer wieder Zwischenfälle

Flughäfen in den USA erhalten daher ein neues Überwachungssystem, das das Risiko von Kollisionen am Boden verhindern soll. Eigentlich hätten die ersten vier Flughäfen im Juli damit ausgestattet werden sollen: Austin-Bergstrom, Indianapolis, Dallas und Nashville. Ob die Installation des Systems erfolgt ist, verriet die dafür verantwortliche FAA aber bislang nicht.

Mehr zum Thema

Airbus A350 von Delta rasiert Leitwerk einer Bombardier CRJ 900 von Delta ab

Airbus A350 von Delta rasiert Leitwerk einer Bombardier CRJ 900 von Delta ab

Vollbremsung auf Piste verhindert Kollision von zwei Jets in den USA

Vollbremsung auf Piste verhindert Kollision von zwei Jets in den USA

Boeing 737 kommt Tower in New York gefährlich nahe

Boeing 737 kommt Tower in New York gefährlich nahe

ticker-usa

US-Senat beschließt neue Regeln für psychische Gesundheit von Pilotinnen und Piloten

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier