Southwest AirlinesBoeing 737 kommt Tower in New York gefährlich nahe

Beim Anflug einer Boeing 737 von Southwest Airlines auf den New Yorker Flughafen La Guardia ging etwas schief. Das Flugzeug kam dem Kontrollturm gefährlich nah.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es herrschte sehr schlechtes Wetter am 23. März in der Gegend um den Flughafen La Guardia in New York. Die Sicht war schlecht. Unter solchen Bedingungen kann es schon mal vorkommen, dass ein Flugzeug durchstarten muss. Doch bei Southwest-Airlines-Flug WN147 gab es offenbar noch einen anderen Grund.

Wie Aufnahmen der Gespräche zwischen Tower und Cockpitcrew zeigen, befand sich das Flugzeug auf gefährlichem Kurs. Allerdings nicht in Richtung eines anderen Jets, sondern in Richtung des Kontrollturms, wo die Menschen sitzen, die die Flugzeuge bei Start und Landung anweisen.

Nur 90 Meter Höhe

«Durchstarten, durchstarten!», kann man die Stimme der Lotsin hören, die aufgeregt klingt. Der Jet sei nicht auf die Landebahn ausgerichtet und müsse auf 2000 Fuß (600 Meter) steigen. «Steigen Sie weiter und wenn Sie bereit sind, sagen Sie mir einen Grund dafür, warum Sie nicht auf dem Anflugpfad waren», so die Mitarbeiterin der Flugsicherung kurz darauf. «Ja, lassen Sie mich das hier kurz herausfinden», lautet die Antwort eines der Piloten aus dem Cockpit.

Die Boeing 737 befand sich offenbar auf einer Höhe von nur 300 Fuß (rund 90 Meter), als die Anweisung erfolgte. Sie war zuvor bereits einmal durchgestartet, weil Scherwinde eine sichere Landung unmöglich gemacht hatten, berichtet der Sender ABC. Beim zweiten Versuch geriet das Flugzeug dann vom Kurs ab. «Er wäre nicht auf der Piste gelandet», hört man die Lotsin schließlich auch sagen. Das Flugzeug habe sich östlich vom Kurs befunden.

Umleitung nach Baltimore

Der Flug wurde nach Baltimore umgeleitet, wo die Maschine sicher landete. Nach einem kurzen Zwischenstopp flog das Flugzeug zurück nach New York. Die Airline nennt Turbulenzen und schlechte Sicht als Grund für die Umleitung. Man untersuche den Vorfall. Das tun auch die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) und das National Transportation Safety Board NTSB.

Immer wieder kam es vergangenes Jahr zu Beinahe-Unfällen in den USA, weil Flugzeuge sich an Flughäfen oder beim An- oder Abflug zu nahe kamen. Das machte auch dem NTSB Sorgen. «Das NTSB hat allein in diesem Jahr Untersuchungen zu sieben Vorfällen eingeleitet, bei denen sich Flugzeuge bis auf mehrere hundert Meter genähert haben», sagte dessen Chefin Jennifer Homendy laut dem Sender ABC Ende 2023.

Sicherheitssystem überlastet

«Unser Sicherheitssystem zeigt deutliche Anzeichen von Überlastung, die wir nicht ignorieren können», so Homendy. Vor allem die Beinahe-Kollisionen bereiten ihr Sorgen. Als größte Probleme sieht das NTSB den Mangel an Fluglotsinnen und -lotsen, zu viele Überstunden und Übermüdung des Personals sowie auch psychische Probleme der Angestellten, die überlastet sind.

Mehr zum Thema

Als zweiter Flughafen in den USA schafft das New York JFK. Erst kürzlich erhielt er die Verbindung nach Ozeanien, die ihn auf die Liste setzte: Air New Zealand fliegt mit einer Boeing 787-10 nach Auckland.

US-Behörde sieht Sicherheitssystem der Luftfahrt überlastet

Flieger von Jetblue in Boston-Logan: Der Flughafen wird umgestaltet.

Mit 121 Millionen Dollar gegen Beinahe-Katastrophen

Jets von United, Delta und Southwest: Alle großen Airlines sind betroffen.

Noch mehr Beinahunfälle in den USA, als bisher bekannt

crj900 laguardia ntsb

«Stop, Stop, Stop, Stop, Truck 1, Stop!»

Video

air canada boeing 777 (1)
Vor 15 Jahren wurde er zum Kapitän befördert - offenbar mithilfe gefälschter Dokumente. So flog der Mann für Air Canada als Kommandant, ohne die Berechtigung dafür zu besitzen. Jetzt wurde er festgenommen.
Timo Nowack
Timo Nowack
air india schaden
Am Indira Gandhi International Airport in Delhi hat ein Sturm Bodenabfertigungsgeräte über das Vorfeld getrieben. Drei geparkte Airbus A320 von Air India wurden getroffen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack