... macht gleich einen ganz anderen Eindruck als noch im Vorjahr.

SchuldenZieht sich Bombardier ganz aus der Luftfahrt zurück?

Der kanadische Konzern muss dringend Schulden abbauen. Analysten glauben, Bombardier könnte sogar seine Businessjet-Sparte verkaufen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Was hat Bombardier nicht schon alles aus seiner Luftfahrtsparte verkauft: 2016 trennte sich der kanadische Konzern von seinen Löschflugzeugen. 2018 gab er die Mehrheit der C-Series an Airbus ab, wo man den Flieger in A220 umtaufte. Im selben Jahr verkaufte Bombardier das Dash-8-Q400-Programm. 2019 schließlich verkündete man den Verkauf des Canadair Regional Jet an Mitsubishi sowie die Trennung vom Flugzeugstrukturgeschäft.

Doch die Schrumpfkur ist noch nicht beendet. Vergangene Woche präsentierte Bombardier schlechte Resultate und gab eine Gewinnwarnung heraus, die den Aktienkurs um fast 32 Prozent abstürzen ließ. Man überlege, die Minderheitsbeteiligung von 33,85 Prozent am A220-Programm zu verkaufen, erklärte der Flugzeugbauer dann auch noch. Das Hochfahren der Produktion brauche weitere Investitionen. Und die will oder kann der Konzern offenbar nicht tragen.

Abschied von Businessjets

Eigentlich kann Bombardier den Anteil 2026 an Airbus verkaufen, eine frühere Übertragung ist aber möglich. Airbus hält bereits 50,6 Prozent der Anteile, der Rest liegt bei der Provinz Québec. Auch abseits der A220-Beteiligung erklärte Bombardier: «Wir suchen aktiv nach Alternativen, die es uns ermöglichen würden, unseren Schuldenabbau zu beschleunigen.»

Der kanadische Konzern erwägt also weitere Verkäufe. Der Haken: Es ist nicht viel geblieben. Nur die Businessjet-Sparte und das Geschäft mit Zügen. So beschäftigen sich Analysten mittlerweile mit dem Szenario, dass Bombardier sich auch aus der Produktion von Geschäftsfliegern und damit ganz aus der Luftfahrt zurückziehen könnte.

Verkauf an Textron?

Zwar lief das Geschäft mit den Businessjets zuletzt nicht schlecht und mit Global 5500 und Global 6500 hat der Hersteller zwei neue Flieger am Markt. Dennoch glauben Experten, dass Bombardier die Züge behalten wird, da sich diese größere Sparte besser als eigenständiges Geschäft eigne. Das führt zur Frage, wer die Geschäftsflieger übernehmen könnte.

Die Rivalen Gulfstream und Dassault kommen kaum in Frage, da sie schon ähnliche Modelle wie Bombardier im Programm haben. Embraer ist mit ihrem Joint Venture mit Boeing gerade wohl ausgelastet. Textron hat die Entwicklung ihres größten Businessjets Cessna Citation Hemisphere im vergangenen Jahr gestoppt und könnte die großen Flieger von Bombardier daher eventuell gebrauchen. Allerdings steht Textron laut Businessjet-Analyst Brian Foley im Ruf, lieber abzuwarten und restrukturierte Firmen zu übernehmen.

Mehr zum Thema

Platz 2: <strong>Bombardier</strong>. Von allen Herstellern konnten die Kanadier das größte Plus erzielen. Mit 138 übergebenen Jets warten es 15 mehr als im Vorjahr.

Mit diesen Businessjets muss Bombardier Erfolg haben

Visualisierung des Learjet 75 Liberty: Fliegt nun etwas weiter.

Bombardier macht den Learjet 75 billiger

Bombardier CRJ 900: Die Fleger werden nicht mehr lange gebaut.

Mitsubishi beerdigt den Canadair Regional Jet

ticker-bombardier-neu

Bombardier sichert sich 300-Millionen-Dollar-Servicevertrag mit Vista

Video

Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin