Modell CL-415Bombardier verabschiedet sich von Wasserbombern

Das Löschflugzeug CL 415 ist der Exot im Portfolio von Bombardier. Deshalb trennt sich der kanadische Flugzeugbauer nun vom Programm. Er verkauft es an einen alten Bekannten.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Nach siebzig Jahren ist Schluss. Bombardier gibt den Bau von Amphibienflugzeugen endgültig auf, den das Unternehmen und seine Vorgängergesellschaften seit Mitte der Vierzigerjahre als Nische gepflegt hatten. Die Kanadier verkaufen das CL-415-Programm sowie die Rechte am Vorgängermodell CL-215 an den Hersteller Viking Air, wie am Montag (20. Juni) bekannt gegeben wurde.

Bereits vergangenen Dezember – während der akuten finanziellen Krise des Konzerns – hatte Bombardier das CL-415-Programm zur Rettung des Regionaljets C-Series auf Eis gelegt. Nun ist es endgültig abgestoßen worden. Die rund 50 Mitarbeiter des Bereichs Amphibienflugzeuge sollen anderswo im Konzern weiterbeschäftigt werden.

Wasser aus dem See

Viking Air übernimmt das Flugzeugprogramm und seine weltweite Wartung. Heute seien in elf Ländern der Welt bei 21 Betreibern insgesamt 170 der Flieger im Einsatz, so das ebenfalls kanadische Unternehmen in einer Mitteilung. Man sei überzeugt, dass die Propellermaschine noch Jahrzehnte weiter fliegen werde.

Die CL-415 wird vorwiegend als Wasserbomber eingesetzt. Sie nimmt bei einem Tiefflug über einem See oder dem Meer in zwölf Sekunden bis zu 6130 Liter Wasser auf, das nachher über Bränden abgelassen werden kann. Sie ist eine Weiterentwicklung der CL-215, die einst vom Vorgängerunternehmen Canadair entwickelt worden war. Sie ist 19,8 Meter lang, hat eine Spannweite von 28,6 Metern und ein maximales Fluggewicht von 21 Tonnen. Sie fliegt rund 333 Kilometer pro Stunde schnell.

Auch Twin Otter

Viking Air ist für Bombardier kein Unbekannter. 2006 hatte das Unternehmen Bombardier bereits die Rechte an den aus der Übernahme von De Havilland stammenden Modellen abgekauft, welche der große Flugzeugbauer selbst nicht mehr produzieren wollte – vor allem der DHC-2 Beaver und der DHC-6 Twin Otter. Das Programm Viking Series 400 Twin Otter wurde gestartet. Es umfasste neue Triebwerke, ein neues Cockpit und rund 800 weitere Anpassungen zum Originalmodell.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie einige Eindrücke der Bombardier CL-415.

Mehr zum Thema

Am 20. Mai 1965 flog die DHC 6 Twin Otter zum allerersten Mal. Die Turbopropmaschine ist 15,8 Meter lang und weist eine Spannweite von 19,8 Meter auf.

Happy Birthday: Die Twin Otter ist 50

ticker-bombardier-neu

Bombardier baut neues Werk in Dorval bei Montréal

Gulfstream G300: Das Flugzeug ist am 5. Dezember zum ersten Mal geflogen.

Bombardier Challenger 3500 oder Gulfstream G300: Wer führt im Super-Midsize-Duell?

ticker-bombardier-neu

Bombardier Global 8000 erhält FAA-Zulassung

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies