Dash 8 Q400: Künftig wohl nicht mehr von Bombardier.

Dash 8 Q400 geht an Viking AirBombardier will seine Turboprops nicht mehr

Der kanadische Flugzeugbauer schrumpft weiter: Bombardier verkauft seine Turboprop-Sparte - an einen alten Bekannten.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In den 1980er-Jahren begann alles damit, dass Bombardier andere Unternehmen aufkaufte. So stieg der kanadische Traditionskonzern von null zum weltweit aktiven Flugzeugbauer auf. Jetzt passiert schrittweise das Umgekehrte.

Nach dem Verkauf der Mehrheit an der C-Series an Airbus entledigt sich Bombardier nun auch seiner Turboprops. Der Konzern verkauft das Dash-8-Q400-Programm an die ebenfalls kanadische Longview Aviation Capital, wie er am Donnerstag (8. November) bekannt gab. Die bekannteste Tochter des neuen Besitzers ist der Flugzeugbauer Viking Air. Der Preis beträgt 300 Millionen US-Dollar. Longview übernimmt auch die Marke De Havilland.

Bombardier verkaufte schon an Viking

Es ist nicht das erste Geschäft zwischen den beiden kanadischen Flugzeugherstellern. 2006 hatte Viking Air von Bombardier bereits die Rechte an den Modellen gekauft, die aus der Übernahme von De Havilland stammten, etwa DHC-2 Beaver, DHC-6 Twin Otter und DHC-7. Zehn Jahre später verkaufte Bombardier dann mit dem CL-415-Programm und den Rechten am Vorgängermodell CL-215 auch seine Wasserbomber an Viking.

Mit dem Verkauf des Q400-Programms wird Bombardier nun selbst zunehmend zum Nischenanbieter. Das Angebot der Luftfahrtsparte besteht künftig zum einen noch aus dem Canadair-Regional-Jet-Programm CRJ. Zum anderen bauen die Kanadier die Business-Jet-Modelle Learjet, Challenger und Global.

Twin Otter und Löschflugzeuge

Viking Air hat ihren Sitz auf der Saanich-Halbinsel auf Vancouver Island. Das Unternehmen baut vor allem neuere Twin-Otter-Versionen sowie die übernommenen Lösch-Amphibienflugzeuge. Zudem verkauft es Ersatzteile für ältere De-Havilland-Modelle.

Nun macht Viking definitiv den Schritt aus der Nische. Mit den Dash 8 Q400 kommen größere Turboprops hinzu - die weltweit und zu größeren Stückzahlen verkauft werden.

Mehr zum Thema

Der Mitsubishi Spacejet, hier noch als Regional Jet unterwegs: Nicht in Serie gebaut.

Bombardier verklagt Mitsubishi

Global 7500: Bombardiers Hoffnungsträger.

So will Bombardier gegen Gulfstream zurückschlagen

Dash 8 Q400 im Design von Biman Bangladesh: Die Airline ist zufrieden mit dem Flieger.

Biman Bangladesh ordert Nachschub bei Bombardier

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg