Ethiopian Airlines: Mailand Malpensa - Zürich, 203 Kilometer.

Riesiger WachstumsplanWie Ethiopian Airlines Afrika noch stärker dominieren will

Afrikas größte Fluglinie will noch viel größer werden. Zusätzlich setzt Ethiopian Airlines auf Einfluss über Beteiligungen. Möglich macht das auch die Schwäche der Konkurrenz.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Im Norden des Kontinents sitzen Egypt Air mit etwa 70 Flugzeugen sowie Royal Air Maroc und Air Algerie mit je rund 55 Fliegern. Weiter im Süden Afrika sieht die Lage anders aus.

Die einst große South African Airways plant aktuell mit gerade einmal zwölf Maschinen. Zur Flotte von Kenya Airways zählen zwar noch über 30 Flugzeuge, doch die neue Regierung des Landes sieht einen ausländischen Investor als einzige Option, dass die Airline rentabler wird. Die beiden planen zwar eine enge Kooperation, doch konkret ist das noch nicht.

Verdopplung der Flotte geplant

Auch Air Peace aus Nigeria hat zwar fast 40 Jets. Davon sind aktuell aber nur ein Drittel aktiv. All das macht deutlich: Ethiopian Airlines ist nicht nur ungefährdet Afrikas größte Fluggesellschaft. Die staatliche Airline Äthiopiens erhält angesichts schwächelnder Konkurrenz auch immer mehr Raum zu expandieren. Und genau das hat sie vor.

«Wir sehen eine Flotte von 271 Flugzeugen für 2035 vor», sagte Ethiopian-Chef Mesfin Tassew kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH. Im Vergleich zu aktuell 140 Flugzeugen ist das fast eine Verdoppelung. So wolle man die Zahl der «angeflogenen Ziele von heute 131 auf 207» steigern, erklärte Tassew nun der äthiopischen Nachrichtenagentur ENA.

Gigantisches Plus bei Reisenden

Das Konzept namens Vision 2035 sieht vor, die Zahl der Reisenden von 12,1 Millionen im Vor-Pandemie-Jahr 2019 sogar auf 67 Millionen im Jahr 2035 zu steigern - plus drei Millionen Tonnen Fracht. Auf die Frage, ob das nicht alles ein wenig hoch gegriffen sei, sagte der Airline-Chef: «Als wir 2010 die Vision 2025 vorstellten und davon sprachen, 120 Flugzeuge zu betreiben und 108 Ziele anzusteuern zu wollen, sagten die Leute, das sei völlig illusorisch. Aber schon 2019 hatten wir fast alle Ziele übertroffen.»

Gegenüber ENA betonte Tassew außerdem, Ethiopian Airlines verstehe sich als panafrikanische Fluggesellschaft. Den Führungsanspruch auf dem Kontinent unterstreiche man auch immer wieder durch strategische Partnerschaften in verschiedenen Ländern.

Minderheitsanteile mit viel Einfluss

«Ein gutes Beispiel ist Asky Airlines, die ein Drehkreuz in Lome in Togo hat und vor zwölf Jahren gegründet wurde, um die westafrikanischen Länder zu bedienen», so Tassew, der Asky einst selber leitete. «Ethiopian Airlines hält einen Anteil von 27 Prozent und leitet die Fluggesellschaft gleichzeitig», erklärte der Manager. Obwohl sie also weniger als ein Drittel an Asky hält, hat Ethiopian großen Einfluss, da ihre Kompetenz gefragt ist.

Der Ethiopian-Chef nannte auch den 49-Prozent-Anteil seiner Fluggesellschaft an Malawi Airlines und die Verhandlungen mit der Demokratischen Republik Kongo über eine gemeinsame Airline. Zudem befinde man sich «in der Endphase der Verhandlungen» mit der nigerianischen Regierung über die Gründung von Nigeria Air. Dieser Deal scheint mittlerweile zwar zumindest vorerst gescheitert zu sein. Tassew betonte allerdings, dass Ethiopian weiterhin solche Partnerschaften eingehen werde. Der Raum dafür ist da, die Konkurrenz ist schwach.

Mehr zum Thema

Mesfin Tasew: «Bisher hat uns Deutschland keine Streckenrechte gewährt.»

«Infrage kommen für Ethiopian die Boeing 777X und der Airbus A350-1000»

Ethiopian Airlines plant wieder Flüge nach Tigray

Ethiopian Airlines plant wieder Flüge nach Tigray

Ethiopian Airlines wird Zulieferer für die Boeing 737 Max

Ethiopian Airlines wird Zulieferer für die Boeing 737 Max

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies