Letzte Aktualisierung: um 13:04 Uhr

Klasjet transportiert Raubtiere

Wenn Simba statt Toni Kroos mit der Boeing 737 fliegt

Löwe statt Löw: Im Sommer flog die litauische Charterairline noch die deutsche Fußballnationalmannschaft zur EM. Jetzt beförderte Klasjet in Spezialmission zwei Raubtiere.

Im Juli noch flog Klasjet den damaligen Bundestrainer Jogi Löw zu seinem letzten Spiel. Seither flog die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu einigen weiteren Spielen mit der litauischen Charterairline. Einen festen Vertrag vom Deutschen Fußballbund DFB mit ihr gab es allerdings nicht – und das rächte sich, nachdem Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Toni Kroos oder Thomas Müller nach einem Spiel ungeplant in Edinburgh landen mussten.

Seither ist die deutsche Elf mit anderen Airlines unterwegs, etwa Austrian Airlines oder Condor. Klasjet zog jedoch einen weiteren prestigeträchtigen Auftrag an Land. Statt Fußballern waren dieses Mal Vierbeiner an Bord. Am 26. Oktober habe man einen Löwen  und einen Leoparden mit einer Boeing 737-500 von Russland nach Tansania geflogen, teilt die Fluggesellschaft mit.

Sitze ausgebaut für die Zwinger

«Der Löwe Simba wurde brutal misshandelt, ihm wurden unter anderem die Beine gebrochen», heißt es in einer Mitteilung. Er sollte zudem getötet werden,  damit seine Organe auf dem Schwarzmarkt verkauft werden können. Das Leopardenweibchen Eva wurde kurz  nach der Geburt von der Mutter verstoßen. Ein russischer Tierarzt habe beide Tiere 2020 gerettet und wieder aufgepäppelt. Dann habe er sie auf die Auswilderung vorbereitet.

Jetzt ist es soweit. Löwe und Leopard wurden von Klasjet nach Tansania geflogen, wo sie bei der Tierschutzorganisation Kilimanjaro Animal Crew leben können. Unterstützt wurde der Transport laut der Fluglinie von der tansanischen Präsidentin Samia Suluhu Hassan und  zwei lokalen Tierschutzorganisationen.

Sitze ausgebaut für die Zwinger

Einfach ist der Transport von Raubtieren nicht. Um die Spezialzwinger an Bord der Boeing 737-500 mit dem Kennzeichen LY-JMS zu bekommen, musste die Fluggesellschaft einen Großteil der Sitzreihen ausbauen. Die Tiere waren den ganzen Flug lang sediert, damit es kein Risiko für die mitreisenden Menschen an Bord gab.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen des speziellen Fluges.



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