Flieger von Condor: Lufthansa sagt Daumen hoch für Zubringerflüge.

Weiterhin ZubringerflügeLufthansa hat Condor doch nicht verstoßen

Weil sich Lot-Mutter PGL Condor einverleiben wollte, plante Lufthansa, die Kooperation mit dem deutschen Ferienflieger zu beenden. Doch der Vertrag läuft weiter.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Sie waren lange verheiratet. Dann trennten sie sich, blieben aber immer freundschaftlich verbunden. Bis im vergangenen Februar. Weil die ehemalige Tochter und langjährige Partnerin Condor von der Lot-Mutter PGL übernommen werden sollte, gab Lufthansa bekannt, nicht mehr als Zubringer für die deutsche Ferienairline arbeiten zu wollen.

«Wenn Verträge auslaufen, dann laufen sie aus», hieß es damals von der Konzernspitze. Schließlich wollte Lufthansa die polnische Konkurrentin nicht noch unterstützen, die sich anschickte, sich in Deutschland breit zu machen. Dann kam die Corona-Krise und PGL ließ im April die Übernahme von Condor platzen.

Lufthansa weiter im Flugplan

Und damit scheint auch Lufthansas Groll verflogen zu sein. Wer beispielsweise einen Flug mit Condor von Salzburg nach Havanna im kommenden Sommer bucht, der wird auf der Strecke von der Mozartstadt zum Umsteigeort Frankfurt mit der Kranich-Airline reisen. Der Vertrag zwischen den beiden Fluggesellschaften ist also trotz Kündigungsdrohung auch 2021 weiterhin gültig.

Man arbeite mit zahlreichen Interlining-Partnern zusammen und ergänze so das Streckennetz üblicherweise um über 250 Abflughäfen, erklärt eine Sprecherin von Condor gegenüber aeroTELEGRAPH. «Es ist korrekt, dass auch Lufthansa einer dieser insgesamt rund 50 Partner ist.» Man sei zuversichtlich, dass Condor «diese, für beide Seiten gewinnbringenden Partnerschaften auch künftig fortsetzen» könne.

Wichtiger Zubringer für Condor

Ohne die Zubringerflüge von Lufthansa wäre es für Condor nicht leicht geworden, ihre Langstreckenjets zu füllen. Immerhin gewinnt der Ferienflieger die Mehrheit seiner Kunden aus dem deutschsprachigen Raum. Und dort ist Lufthansa mit ihren Töchtern Marktführerin.

Wie es langfristig ausschaut, ist aber offen. Denn Lufthansa baut derzeit mit dem Projekt Ocean einen eigenen Ferienflieger auf. Andererseits war der Konzern auch in der ganzen Zeit Partner von Condor, in der sich Tochter Eurowings auf der Langstrecke versuchte.

Schwächste Kooperationsform

Interlining ist die schwächste Kooperationsform zweier Fluggesellschaften. Sie verpflichten sich dadurch, Flugtickets gegenseitig zu akzeptieren. Die Passagiere profitieren von der Möglichkeit, einmal buchen und Gepäck durchchecken zu können. Die Airlines können ihrerseits das Angebot erweitern und Fluggästen zusätzliche Umsteigeverbindungen anbieten.

Mehr zum Thema

Das Meer vor Mexiko: Lufthansa baut um.

Lufthansa werkelt an eigener Condor

Winglet einer Maschine von Condor: Ohne Lufthansa-Zubringer.

Lufthansa stoppt Zusammenarbeit mit Condor

Flugzeug von Eurowings: Künftig längere Flugzeiten.

Lufthansa besetzt 300 Stellen bei Ocean

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies