Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

BuchungsprognoseSommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Nach einem Einbruch im März zog der Flugreiseverkehr aus Westeuropa in die USA im April wieder an. Doch die Aussichten für den Sommer bleiben für Lufthansa, Air France, British Airways und Co. wenig erfreulich.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es waren massive Rückgänge: Die Zahlen der Ankünfte aus Westeuropa in den USA sanken im März 2025 im Vergleich zum März 2024 deutlich. Der Chef des Prognose- und Beratungsunternehmens Tourism Economics, Adam Sacks, sagte, der Rückgang könnte teilweise dadurch erklärt werden, dass der Großteil des Oster-Reisegeschäfts 2024 im März stattfand, 2025 aber im April. Allerdings würden andere Daten zeigen, dass es auch eine Reaktion auf Präsident Donald Trump und dessen «aggressive Rhetorik» sei, so der Experte.

Mit Spannung wurden daher die Zahlen für den April 2025 erwartet, die nun in vorläufiger Form vorliegen. Und bei denen geht es im Vergleich zum April 2024 bei vielen Ländern nach oben. Beispiel Deutschland: Von März 2024 zu März 2025 stand ein Minus von 28,5 Prozent bei der Anzahl der Ankünfte per Flugzeug in den USA zu Buche. Im April dagegen ergab sich laut den vorläufigen Zahlen ein Plus von 15 Prozent.

Rückgang war nicht nur dem Oster-Effekt geschuldet

Aus Österreich lag das April-Plus bei 17,9 Prozent. Den höchsten prozentualen Zuwachs erreichte Island mit 71,5 Prozent, wenn auch bei einem niedrigen totalen Wert von 5171 Ankünften. Auch Irland (+34,9 Prozent), Portugal (+36,3 Prozent) und Spanien (+35,5 Prozent) legten massiv zu. Die Zuwächse der meisten anderer Länder fielen ebenfalls zweistellig aus. Ein Minus stand nur bei fünf westeuropäischen Staaten zu Buche: Kroatien (-0,7 Prozent), Finnland (-5,2 Prozent), Frankreich (-12,4 Prozent), Niederlande (-1,9 Prozent) und Slowenien (-13,8 Prozent).

Waren die Rückgänge im März also doch nur ein Oster-Effekt? Daten des Luftfahrtdatenanbieters Cirium deuten darauf hin, dass dem nicht so ist. Er hat Buchungen von Online-Reisebüros und anderen Quellen - aber nicht direkt von Airlines - analysiert. Es geht um Flüge von bestimmten Städten in den USA nach Europa und umgekehrt. Es handelt sich um Flugreisen in den Monaten Juni, Juli und August, die zwischen dem 31. Januar und dem 7. Mai gebucht wurden.

Buchungen für München deutlich im Minus

Insgesamt ergaben sich rund zehn Prozent weniger Buchungen von den USA nach Europa und zwölf Prozent weniger Buchungen von Europa in die USA. Das größte Minus aus den USA zu europäischen Zielen steht nach München zu Buche (-24 Prozent), gefolgt von Amsterdam (-22 Prozent). Das einzige Plus macht Lissabon (+7 Prozent), Paris bleibt unverändert (0 Prozent).

Von Europa zu Zielen in den USA steht San Francisco am schlechtesten da mit minus 19 Prozent, gefolgt von Washington D.C. mit -17 Prozent. Am geringsten fallen die Rückgänge noch bei Miami (-5 Prozent) und Boston (-6 Prozent) aus.

Wie Lufthansa Richtung USA vorgeht

Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr hatte Ende April erklärt, dass sein Konzern für Flüge von Europa Richtung USA durchaus noch auf kurzfristige Buchungen als Nachholeffekt von bisher verunsicherten Kundinnen und Kunden hofft. Gebe es diese Buchungen aber nicht, «würden wir auch mit Kapazitätsmaßnahmen reagieren», so Spohr. Sprich: Lufthansa würde das Angebot kürzen.

Dabei geht es zunächst um das dritte Quartal, also die Monate Juli, August und September, für die die Lufthansa-Gruppe im April leicht verlangsamte Buchungseingänge sah. Für das vierte Quartal plant das Unternehmen sowieso eine Reduzierung des Wachstums auf dem Nordatlantik.

Mehr zum Thema

ticker-usa

US-Senat beschließt neue Regeln für psychische Gesundheit von Pilotinnen und Piloten

Mit der Sonderflugnummer LH9886 ging es nach Arizona: Die D-ABYG hat Deutschland verlassen.

Lufthansas zweite Boeing 747-8 für die U.S. Air Force hat Deutschland verlassen

ticker-usa

USA fördern neue Flugverbindungen mit 11,35 Millionen Dollar

Flughafen Newark bei New York: Auch von den Problemen betroffen.

Bauarbeiter durchtrennen Kabel und lösen massive Störung der Flugsicherung im Nordosten der USA aus - Tausende Flüge betroffen

Video

dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack